Nach brutaler Vergewaltigung: Dritter Täter geschnappt!

Nach brutaler Vergewaltigung: Dritter Täter geschnappt!
Der Bauernmarkt am Fritzplatz: Ab Ostern 2017 muss er genau wie der Wochenmarkt wegen Bauarbeiten in die Marktstraße umziehen. Foto: cs/had

Testweise: Märkte in der Marktstraße

Bad Tölz - Der Wochenmarkt (mittwochs) und Bauernmarkt (freitags) ziehen ab Ostern 2017 in die Marktstraße um. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten der Stadtwerke am Jungmayrplatz. Ob der neue Standort endgültig ist, steht noch nicht fest.

„Ein heißes Eisen“ nannte Bauamtsleiter Christian Fürstberger die Diskussion um die Verlegung der Märkte gestern im Tölzer Bauausschuss. Kein Wunder. Schon vor zehn Jahren war das Thema intensiv diskutiert worden. Im unteren Teil der Marktstraße standen die Bestuhlung der Gastronomie sowie die Rettungswege, im oberen Teil Probleme mit dem Lieferverkehr und die Neigung der Straße einer Verlagerung entgegen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Rathaus steht aber unter Handlungsdruck. Die Stadtwerke werden 2017 umfangreiche Arbeiten im Untergrund des Jungmayrplatzes (Gas, Wasser) beginnen. Dafür muss der Platz für mindestens ein Jahr komplett gesperrt werden.

Wochen- und Bauernmarkt sollen in dieser Zeit umziehen. Als Alternativstandorte fallen nach den Worten Fürstbergers Nockherplatz (zu klein für den Wochenmarkt), Vichyplatz (zu weit draußen) und Schloßplatz (behindert den Parkplatz und das Rathaus) aus. Es bleibt nur die obere Marktstraße als Marktstandort. Unterhalb des Winzerers wäre genug Platz. „In die Marktstraße gehört der Markt auch hin“, warb Fürstberger für den Standort, wo er sich auch mehr Umsätze für die Standinhaber verspricht. Nach der zwangsweisen Testphase könne man die Märkte bei Erfolg auch gleich dort lassen. Die Bauernmarkt-Standbesitzer wollen übrigens nicht umziehen und bevorzugen den Fritzplatz, die Wochenmarkt-Teilnehmer sind hingegen dafür.

Martin Harrer (FWG) erinnerte daran, dass die Verlegung der Märkte sogar im Wahlprogramm der FWG enthalten gewesen sei und begrüßte das Vorgehen. Auch Camilla Plöckl (SPD) fand es gut, dass die Situation unten am Fritz- und Jungmayrplatz dauerhaft entzerrt wird. Peter von der Wippel (FWG) befürwortete die Verlagerung, „weil so die Innenstadt aufgewertet wird.“ Die Umsätze, da war sich Michael Lindmair (FWG) sicher, „werden sich deutlich erhöhen.“

Eine ganz andere Meinung vertrat Josef Steigenberger (CSU). Natürlich würden die beiden Märkte in der Fußgängerzone funktionieren. Aber man dürfe dem Gries nicht einfach solche gewachsenen Traditionsmärkte wegnehmen. Wenn die Stromversorgung – wie in der Marktstraße auch – verbessert werde, sei das ein guter Standort für die beiden Märkte.

Auch Florian Rein (FWG) wollte nach dem Umbaujahr auf jeden Fall nochmals über den Marktstandort diskutieren. Beide Märkte sorgten für eine Belebung und Aufwertung des ganzen Viertels.

Christoph Schnitzer

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