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Nick Vollmar (links) bei der Ankunft in Thailand.

Rettungsaktion 

Thailand-Drama: Tölzer Taucher hilft bei Höhlenrettung

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Seit Wochen sitzt in Thailand eine Jugend-Fußballmannschaft in einer Höhle fest. Inzwischen ist die Rettungsaktion angelaufen, doch die gestaltet sich schwierig. Auch ein Tölzer Profitaucher ist zur Rettung der Kinder angereist.

Bad Tölz/Chiang Rai - Die Mission ist hochriskant: Erfahrene Profitaucher brauchten rund sechs Stunden, um zu der Jugend-Fußballmannschaft vorzudringen, die seit knapp zwei Wochen samt Trainer in einer thailändischen Höhle eingeschlossen ist. Praktisch blind müssen sich die Retter durch schlammiges Wasser und Engstellen tasten. Einer von ihnen ist der Tölzer Nick Vollmar. Seit Dienstag ist er vor Ort, um das internationale Hilfs-Team zu ergänzen.

Die größte Sorge der Retter ist momentan das Wetter. „Im Moment regnet es nicht und die Pumpen laufen auf Hochtouren“, erklärte Vollmars Kollege Mikko Paasi. Der Finne, der als Tauchlehrer auf Malta arbeitet, ist neben Nick Vollmar ebenfalls seit Dienstag im Einsatz. Für den heutigen Freitag sind neue Regenfälle angesagt, welche die Fluten in der Höhle wieder ansteigen lassen könnten. Marinetaucher haben den Buben im Alter zwischen elf und 16 Jahren bereits Grundkenntnisse im Tauchen beigebracht und für jeden eine Ausrüstung bereit gestellt. Doch einige der Kinder können nicht mal schwimmen.

Hoffnung auf Risse im Felsen

Wenn es eine 90-Prozent-Chance gebe, die Jungs mit Hilfe professioneller Taucher sicher herauszubringen, werde man es wagen, sagte Provinzgouverneur Narongsak gestern. „Die Kinder sagen, dass sie in der Höhle Tiergeräusche gehört haben, zum Beispiel Hundebellen“, berichtete Tauchprofi Mikko Paasi. „Das nährt die Hoffnung, dass es vielleicht Risse im Fels gibt, die in die Höhle führen.“ Auf der Suche nach Felsspalten und Schächten erhalten die Retter inzwischen Unterstützung von Schwalbennest-Sammlern aus dem Süden Thailands. Acht freiwillige Helfer von der Insel Li Bong klettern über die dicht bewachsenen Felsen über der Höhle.

Parallel dazu wird rund um die Uhr Wasser abgepumpt, der Pegel sinkt um einen Zentimeter pro Stunde. 128 Millionen Liter wurden so bereits aus der Höhle befördert, mit den Wassermassen könnten 50 Olympia-Schwimmbecken gefüllt werden. Der wiederkehrende Monsunregen dürfte die Lage wieder verschärfen. Unterdessen versuchten die Helfer gestern weiter, eine Telefonleitung zu den Buben und ihrem Trainer zu legen, um den Familien eine ständige Kommunikation zu ermöglichen.

In unserem Live-Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden. 

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