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The Heimtdamisch - hier bei einem Auftritt im Festzelt im Tölzer Moraltpark.

Band um den Tölzer Florian Rein

The Heimatdamisch: Wenn Helene Fischer AC/DC trifft

  • Melina Staar
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Die Band „The Heimatdamisch“ um den Tölzer Florian Rein hat ihr zweites Album veröffentlicht.

Bad TölzLos geht es mit richtigem Oberkrainer-Sound. „Schöne Urlaubszeit“ heißt das Lied, das auf der neuen CD der Band „The Heimatdamisch“ als erstes zu hören ist. Doch irgendwann geht der Song auf einmal über in „So lonely“ von „The Police“ – natürlich gespielt mit Bläsern und Akkordeon.

„Ich mag so etwas sehr gerne“, sagt Florian Rein. Der Tölzer (48) ist der Kopf hinter „The Heimatdamisch“. Ihm gefällt es, mit dem Unerwarteten zu spielen. „Bei Konzerten beobachten wir dann ganz oft, wie die Zuhörer zu grinsen anfangen, wenn wir sie überrascht haben mit einem Wechsel“, sagt Rein. „Und wenn sie sich gerade auf das neue Stück eingestellt haben, wechseln wir wieder zurück ins anfängliche Lied.“

Einige dieser so genannten Mashups hat Florian Rein und „Heimatdamisch“ auf „Circus Oberkrain“ gepackt. „Es sind viele Stücke drauf, die wir schon länger live spielen“, verrät der Musiker. Die Lieder heißen dann „Thunderlos“ (eine Mischung aus AC/DCs „Thunderstruck“ und Helene Fischers „Atemlos“) oder „Sweet Seven Nation Army Dreams“, eine Kombination aus Stücken von den White Stripes und den Eurythmics.

Nicht nur musikalisch, auch auf dem Cover der „Heimatdamisch“-CD geht es bunt zu.

Bei Letzterem habe sich zufällig ergeben, dass sie die gleiche Harmonienfolge haben. „Das ist mir aufgefallen, das wollte ich ausnutzen.“ Aber auch Lieder, die nicht offensichtlich zusammenpassen werden miteinander vermischt.

Vor etwa einem Jahr begannen Rein und seine Bandkollegen mit den Aufnahmen für die neue Platte. „Das Gute ist, dass dank der neuen Produktionsmöglichkeiten die Musiker alle nacheinander ins Studio nach Bad Tölz kommen konnten.“ Denn alle Bandmitglieder sind Profi-Musiker, die auch mit anderen Formationen unterwegs sind oder andere Aufgabenbereiche haben – sei es als Musiklehrer oder als feste Bestandteile von Sendungen des Bayerischen Rundfunks. „Es ist schon nicht ganz einfach, alle immer für die Konzerte zusammenzubekommen, der Fototermin fürs Cover war eine logistische Meisterleistung“, sagt Rein. Zumal sie auch in ganz Bayern verstreut leben. Aber es klappte – mit ein bisschen Verzögerung. Eigentlich hätte Rein die CD gerne bereits zu Weihnachten präsentiert. Es wurde Mitte Mai – auch, weil er selbst an anderen Projekten arbeitete. Den Titel „Circus Oberkrain“ wählte er, weil „das unsere Buntheit, den Show-Aspekt“ hervorhebt.

Bestellungen bis aus Australien

Die Show kommt gut an. Bestellungen aus aller Welt haben Florian Rein erreicht: „Aus den USA, England, Norwegen und letztens sogar Australien.“ Es habe sogar schon konkrete Anfragen aus den USA für Konzerte gegeben, sowohl dieses Jahr als auch im vergangenen. Aus logistischen Gründen habe er diese aber jeweils absagen müssen. Im kommenden Jahr könnte er sich aber eine Konzert-Reise nach Übersee vorstellen.

Schon in diesem Jahr verschlägt es „The Heimatdamisch“ über die bayerischen Grenzen hinaus. Auftritte im Rest Deutschlands stehen ebenso auf dem Programm wie je einer in Norwegen, Frankreich und Belgien. „Das muss man auch erst einmal planen, mit neun Mann nach Norwegen...“, sagt Rein. In Belgien spielt die Gruppe bei einem Rockfestival, ist an einem Tag der Headliner vor etwa 10 000 Zuschauern. „Das wird ein Highlight in diesem Sommer“, freut sich Rein.

Und wie sehen die weiteren Pläne aus? „Wenn eine CD fertig ist, hat man immer schon 1000 Ideen für die nächste“, sagt er lachend. Zum einen gebe es neue Stücke, die er gerne ausprobieren würde. Zum anderen haben es manche Lieder nicht auf die aktuelle Platte geschafft. „Auf die nächste Veröffentlichung muss man also sicher nicht wieder drei Jahre warten.“ Er rechnet eher damit, dass Ende 2020 das nächste Album von „The Heimatdamisch“ erscheint.

Das Album

„Circus Oberkrain“ ist für 15 Euro im Online-Shop auf
bergbeat.de erhältlich.

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