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Thomas Goppel (CSU) ist der neue Fördervereins- Vorsitzende des Tölzer Knabenchors.

Thomas Goppel unterstützt Tölzer Knabenchor

„Ich will das Hörbare sichtbar machen“

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Der Tölzer Knabenchor hat einen prominenten Unterstützer bekommen. Der Landtagsabgeordnete Thomas Goppel wurde zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt.

Der Landtagsabgeordnete Thomas Goppel (CSU) hat eine neue Aufgabe bekommen. Er ist seit Kurzem Vorsitzender des Fördervereins des Tölzer Knabenchors. Am Wochenende hat der 71-Jährige seinen ersten Einsatz in diesem Amt – wenn die jungen Sänger ihr Chorstudio in München für alle Interessierten öffnen.

-Herr Goppel, sind Sie ein guter Sänger?

Ja, ich habe immer gut gesungen. Theoretisch könnte ich bei den Tölzer Knaben mitsingen – nur leider fehlen mir die nötigen Schulungen. Ich war mal im Verdacht, Domspatz in Regensburg zu werden. Mein Cousin Franz Wittenbrink hat das geschafft und ich habe ihn oft darum beneidet. Aber die Begeisterung für Musik begleitet auch mich durch mein Leben.

-Nun sind Sie immerhin Vorsitzender des Fördervereins des Tölzer Knabenchors geworden.

Richtig. Ich bin deswegen seit vielen Jahren im Gespräch mit dem Chor-Gründer Gerhard Schmidt-Gaden und dessen Tochter. Sie haben immer wieder gefragt, ob ich das Amt übernehmen würde. Ich habe bisher wegen meiner vielen Verpflichtungen aber immer abgelehnt. Nun kann ich an anderer Stelle etwas kürzer treten und möchte mithelfen, dass der Knabenchor eine durchschlagkräftige Truppe bleibt.

-Welche Aufgaben gehören zu Ihrem Amt?

Ich muss dafür sorgen, dass der Chor mit seinen Jahreskosten einigermaßen hinkommt. Im Prinzip bin ich sonst Galion – mit dem Auftrag, dafür zu sorgen, dass vor einem Auftritt möglichst viele erfahren, dass die Tölzer Knaben kommen. Gut hörbar sind sie ja – meine Aufgabe ist es, die Gut-Hörbaren auch gut sichtbar zu machen.

-Am Freitag findet im Chorstudio des Knabenchors in München das erste Mal ein Tag der offenen Tür statt. Warum?

Die Tölzer Knaben haben im Gegensatz zu anderen Chören ja kein Internat mehr. Um neue Talente zu entdecken, müssen wir mit Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten in Kontakt kommen. Und die Tölzer Knaben müssen es schaffen, auch ihre Freunde für den Chor zu begeistern. Mit dem Tag der offenen Tür wollen wir möglichst viele erreichen. Drei Chöre werden den ganzen Nachmittag singen – und einige müssen den Zuhörern eben sagen, dass es schön wäre, wenn der Chor neue Stimmen gewinnt. Das wird mitunter meine Aufgabe sein. Darüber hinaus darf ich mit Leidenschaft zuhören.

-Ist es schwer, neue Mitglieder zu gewinnen?

Ja, denn es gibt viele Angebote. Als Chorknabe muss man sich für einen oder zwei Nachmittage pro Woche binden – und auch für ein paar Abende. Aber den Tölzern ist es gelungen, präsent zu sein und sich in Erinnerung zu bringen. Das macht es leichter, neue Chorknaben zu finden.


Die Tage der offenen Tür

finden am morgigen Freitag ab 16 Uhr und am Samstag ab 11 Uhr im Chorstudio des Tölzer Knabenchors in München (Steinerstraße 15, Haus K, 1. Stock) statt. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen gibt es online unter www.toelzerknabenchor.de.

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