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Tödlicher Unfall überschattet gute Bilanz

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Welche Einsätze gab es für die Berg- und Wasserwachten im Landkreis in den Pfingstferien? Einige Male mussten die freiwilligen Helfer eingreifen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Ein paar Pflaster verteilen – recht viel mehr gab es für die Mitglieder der Wasserwacht Lenggries in den Ferien nicht zu tun. „Wir hatten keinen einzigen Einsatz im Wasser“, bilanziert Vorsitzender Korbinian Landthaler. Trotzdem wird Pfingsten 2017 den ehrenamtlichen Rettern in schlimmer Erinnerung bleiben. Zwei Mitglieder der Ortsgruppe wurden an Fronleichnam zu dem Motorradunfall auf der Bundesstraße 307 gerufen. Wie berichtet kamen sie vor allen anderen Einsatzkräften am Unglücksort an und leisteten Erste Hilfe. Vergebens. Zwei Männer aus München starben noch an der Unfallstelle kurz vor Vorderriss.

Einige Mitglieder der Bergwacht Lenggries waren ebenfalls vor Ort. Darüber hinaus passierte glücklicherweise wenig im Zuständigkeitsbereich der Bergretter. Elf Einsätze zählt Josef Bergmayr in den vergangenen zwei Wochen. Darunter drei Radlstürze und fünf Wanderer, die sich entweder verstiegen oder leicht verletzt haben. Außerdem gerieten drei Gleitschirmflieger in Not. Zwei davon mussten von der Bergwacht aus Bäumen befreit werden. Ein Dritter schaffte es aus eigener Kraft. „Insgesamt nichts Dramatisches“, sagt Bergmayr.

Noch ruhiger verliefen die Ferien für die Bergwacht Bad Tölz. „Wir hatten gerade einmal vier Einsätze“, sagt Bereitschaftsleiter Horst Stahl. Alles nur kleinere Zwischenfälle wie zwei Verletzungen am Sprunggelenk. Interessant: Die Ferien bescheren den ehrenamtlichen Rettern laut Stahl nie erhöhte Einsatzzahlen. Wenn sich an eine Schlechtwetterphase ein schönes Wochenende anschließt, steige dagegen die Wahrscheinlichkeit, ausrücken zu müssen.

Die meisten Einsätze in den Ferien verzeichnet die Wasserwacht Walchensee mit zwölf Alarmierungen. Trotzdem sagt Alois Grünwald: „Da hatten wir schon ganz andere Pfingsten mit 20 bis 25 Einsätzen.“ Heuer hielten vor allem abgetriebene Kitesurfer die Wasserwacht auf Trab. In einer echten Notlage befand sich am 11. Juni wie berichtet ein Surfer, dem mitten auf dem See der Mast brach. Der Münchner schaffte es nicht, ans Ufer zu paddeln. Rund eine Stunde trieb der 20-Jährige im 17 Grad kalten Wasser. Entsprechend unterkühlt war er, als ihn die Wasserwacht schließlich aus seiner Notlage befreite (wir haben berichtet). Dank Decken und Wärmepads konnte der junge Mann aber selbstständig nach Hause fahren.

Dass es in den Pfingstferien so ruhig war, stört Grünwald nach eigenen Angaben übrigens überhaupt nicht. „Die besten Einsätze sind die, die gar nicht stattfinden.“

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