Die Baustelle am Isarstausee.
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Unerwartet aufwendig: Seit Juli ist die Kreisstraße in Richtung Königsdorf komplett gesperrt.

Millionen-Baustelle

Töl 7: Weiterhin kein Durchkommen auf der Kreisstraße in Richtung Königsdorf

  • Silke Scheder
    vonSilke Scheder
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Die Vollsperre auf der Töl 7 bleibt nun doch bis Ende Oktober bestehen. Danach drohen nördlich von Bad Tölz weitere Behinderungen.

Bad Tölz – Die Arbeiten für die Erneuerung der Kreisstraße Töl 7 am Isarstausee nördlich von Bad Tölz verzögern sich erneut. Die Vollsperrung muss bis Ende Oktober verlängert werden, teilt Stefan Vogt vom Staatlichen Bauamt Weilheim auf Nachfrage mit.

Seit Ende Juli ist die Kreisstraße in Richtung Königsdorf komplett gesperrt. Wie berichtet ist die Straße ein gutes Stück abgesackt und muss saniert werden. Zunächst hieß es, dass die umfangreichen Arbeiten bis September dauern. Dann war von Mitte Oktober die Rede. Die Gründe lagen in heftigen Niederschlägen und dem unerwartet schlechten Baugrund. Ab dem 31. Oktober soll die Straße Vogt zufolge nun aber definitiv wieder befahrbar sein. Allerdings bleibt die Fahrbahn halbseitig gesperrt. „Es kann also weiter zu Behinderungen kommen“, bedauert Vogt.

Die halbseitige Sperre bleibt so lange bestehen, wie es die Witterung zulässt. „Wir haben eine volle To-do-Liste“, sagt Vogt. Bislang wurde der Untergrund auf einer Länge von etwa 200 Metern bis zu sechs Meter unter Fahrbahnniveau ausgetauscht. Außerdem wurden neue Drainageleitungen verlegt, und der Hang zum Isarstausee wurde mittels einer 50 Meter langen Stützwand abgesichert. Nun stehen Vogt zufolge noch etliche Randarbeiten an: „Pflasterränder müssen hergestellt und Hochborde gesetzt werden“, nennt Vogt zwei Beispiele.

Nächste Vollsperre in den Sommerferien 2021

Und auch die nächste Vollsperrung ist bereits geplant, nämlich in den Sommerferien 2021. „Dann sind die eigentlichen Asphaltarbeiten dran“, so Vogt. Als Deckschicht soll wie berichtet ein spezieller Dünnschichtbelag zum Einsatz kommen. Der soll sehr günstige Eigenschaften in Hinblick auf die Lärmemissionen haben. Kurz nach der Winterpause sollen die Vorarbeiten beginnen.

Trotz der unerwarteten Mehrarbeit und den daraus resultierenden zeitlichen Verzögerungen bleibt es bei Kosten von rund 2,5 Millionen Euro. „Bislang gab es keine bösen Überraschungen“, sagt Herda. Die Kosten trägt der Landkreis als Auftraggeber.

Während der Vollsperrung bis Ende Oktober wird der Verkehr weiterhin großräumig über die Bundesstraßen B 472 und B 11 umgeleitet. Das Amt bittet alle Autofahrer und die Anlieger um Verständnis für die Arbeiten in diesem und im nächsten Jahr.  

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