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„Die Mechanik muss stimmen“: An einem besonders stabilen Fenster demonstrierte Simon Bräutigam, wie man Einbrechern das Leben schwer machen kann. 

So schützt man sich vor Einbrechern

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Bad Tölz – Um das Thema Einbruchschutz ging es an einem Infostand der Tölzer Polizei. „Es geht uns darum, das Thema ins Bewusstsein der Leute zu rücken“, erklärte Polizeichef Bernhard Gigl.

Simon Bräutigam von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Weilheim erklärte den Interessierten, wie sie potenziellen Einbrechern das Leben schwer machen können. Das Licht in der Abenddämmerung anlassen, die Haustüre immer zusperren, die Fenster schließen: Bräutigam nannte Verhaltenshinweise, die banal klingen, aber immer wieder nicht befolgt würden.

Eine weitere Hauptbotschaft des Fachberaters: „Die Mechanik muss stimmen.“ Soll heißen: Bevor man sich teure Alarmanlagen zulegt, sollte man schauen, dass die eigenen Türen und Fenster nicht innerhalb von Sekunden zu knacken sind. „Es geht darum, die Einbrecher schon mal fünf bis zehn Minuten länger zu beschäftigen“, sagte Bräutigam. Zur Demonstration hatte er ein mit pilzförmigen Zapfen bestücktes Fenster dabei – Standard bei vielen neuen Produkten. „Das lässt sich nicht so einfach mit dem Schraubenzieher aushebeln.“ Georg Hartmannsegger war beeindruckt – und unsicher, ob die Fenster in seinem Sachsenkamer Familienhaus die Vorrichtung besitzen. „Ich werde klären, ob ich nachrüsten muss“, nahm sich der 56-Jährige vor, dem die Einbrüche in seinem Heimatdorf zuletzt nicht entgangen sind. Ein älteres Paar aus Icking kam ganz bewusst zum Info-Stand. Ihre Begründung: „Wir wohnen in einem freistehenden Haus in Autobahnnähe. Deshalb machen wir uns Gedanken.“

Neben dem Fenster mit stabilen Beschlägen hatte Bräutigam einen elektronischen Türspion mitgebracht. Damit kann man die Person auf der anderen Seite bequem auf einem kleinen Bildschirm sehen. Bräutigam: „Bei Kindern und Senioren sind sie sehr beliebt.“  

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