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Die Hauptmannschaft der Tölzer Schützenkompanie (vo., v. li.): Hauptmann Helmut Ginhart, der neue Leutnant Josef Binder, (Mi., v. li.) der neue Schriftführer Johann Bernwieser, Tambourmajor Martin Hinterholzer, Kassier Michael Beilhack sowie (hi., v. li.) Vize-Tambourmajor Flori Singer, Michael Nebel (Fähnrich neue Fahne) und John Grant (Kammerwart). Die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied überreichte Ginhart an Martin Listle (re.).

Tölz will das Alpenregionstreffen

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Etwas Großes hat die Tölzer Schützenkompanie vor: Sie möchte sich um das Alpenregionstreffen in sieben Jahren bewerben.

Bad Tölz – Alle drei Jahre trifft sich die Tölzer Schützenkompanie 1705 zu ihrer Mitgliederversammlung mit Neuwahl der Hauptmannschaft. Dabei stand im „Binderbräu“ aber nicht nur die Abstimmung auf der Tagesordnung. Auch eine neue Satzung mussten die Schützen beschließen, die Rechenschaftsberichte wurden abgelegt und Ehrungen vorgenommen. Helmut Ginhart hielt Rückschau auf „außergewöhnliche drei Jahre“, deren Höhepunkte sowohl der Hauptmann selbst als auch Schriftführer Tobi Riesch noch einmal Revue passieren ließen. Dazu gehörte in erster Linie die Durchführung des Patronatstages 2015 sowie die Weihe einer neuen Schützenfahne im zurückliegenden Sommer.

Ereignisse, die viel Arbeit und Zeit in Anspruch nahmen, sich aber auch recht positiv im Kassenbericht von Michael Beilhack bemerkbar machten: „Wir haben unser Vermögen in den vergangenen drei Jahren verdoppelt.“

Vom Ausruhen hält Ginhart allerdings wenig. Er machte schon einmal deutlich, dass man sich 2018 an der Feier zu 300 Jahre Leonhardikapelle beteiligen sollte. Und der Blick ging noch ein Stück weiter voraus: „Eventuell werden wir uns um die Ausrichtung des Alpenregionstreffens in sieben Jahren bewerben.“

Im Vorfeld der Versammlung war jedem der 236 Mitglieder ein Entwurf für eine neue Satzung zugesandt worden. Bevor es zur Abstimmung über deren Anerkennung kam, erklärte Tobi Riesch: „Bei den Änderungen handelt es sich hauptsächlich um Punkte bezüglich der Gemeinnützigkeit.“ Mehrheitlich gab es Zustimmung für das neue Werk. Für Riesch, der als Protokollführer beim Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien keine Doppelfunktion ausüben möchte, war es eine seiner letzten Amtshandlungen als Schriftführer. Bei den vom Zweiten Bürgermeister Andreas Wiedemann geleiteten Neuwahlen entschied sich die Versammlung für Johann Bernwieser als dessen Nachfolger. Klaus Jorczik, der 22 Jahre in der Hauptmannschaft aktiv war, stellte sich ebenfalls nicht mehr zur Wahl. Als neuer Leutnant erhielt Josef Binder die Schulterklappen von seinem Vorgänger überreicht. Ansonsten gab es keine Veränderungen.

Unter großem Applaus der zahlreich erschienenen Schützen ernannte Ginhart schließlich Martin Listle zum Ehrenmitglied. Der engagierte Schütze hat zusammen mit seiner Ehefrau Katharina die neue Fahne gestiftet.

Recht heftig wurde bei Wünschen und Anträgen diskutiert. Dabei ging die Debatte zum wiederholten Male über das bisher nicht übliche Tragen einer Weste zum Schützenrock. Auch ein Ausrücken bei schönem Wetter in der Kurzen statt mit Bundhose gekleidet wurde angeregt. Tambourmajor Martin Hinterholzer hatte eine schnelle Antwort parat: „Vor einer halben Stunde habt ihr der neuen Satzung zugestimmt. Darin ist genau beschrieben wie Kleidung und Ausrüstung auszusehen haben.“

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