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Mitreißende Partystimmung schuf die Münchner Gruppe „In City“ im Gewölbekeller des „Gasthaus“ (Foto links). Im „Pistolero“ kamen Rock’n’Roll-Liebhaber beim Auftritt von „Mister Mood“ voll auf ihre Kosten (Foto rechts).

„Nacht der Blauen Wunder“

Tölz wird für 1600 Besucher zur Partyzone

Bei der „Nacht der Blauen Wunder“ verwandelte sich Tölz am Samstag wieder in eine Partyzone. In 13 Kneipen war für die rund 1600 Besucher viel geboten – und diese zeigten sich auch im 15. Jahr des Bestehens über das „Blaue Wunder“ begeistert.

Bad Tölz„Wir kommen immer wieder gerne nach Bad Tölz“, sagte Peter Feller, der Chef der Erdinger Agentur „Sinnflut“, die das Spektakel jedes Jahr veranstaltet: „Hier sind die Leute immer wieder gut drauf, ausgesprochen nett und haben viel Spaß in den einzelnen Locations.“

Musikalisch eingestimmt wurden die Besucher bereits an der Abendkasse, also vor dem Tölzer Medienhaus an der Marktstraße 1. Dort hatte sich eine etwa 30 Mann (und Frau) starke Trommlergruppe der „Bateria Z“ aufgebaut, die mit ihren lateinamerikanischen Rhythmen, kräftig Stimmung machte. „Die haben zwar mit uns direkt nichts zu tun“, sagte Feller. „Aber für die Gäste, die an der Abendkasse anstehen mussten, um ihr Eintrittsbändchen zu bekommen, war es eine gelungene Unterhaltung.“

Dort hatten sich immer wieder längere Schlangen gebildet. Kein Wunder, wurden doch gut über 1600 Eintrittsbändchen verkauft. Darunter waren zahlreiche Musikfans, die auch bereits zum 15. Mal die „Musik-Wunder-Wander-Tour“ mitmachten. „Das ist halt immer wieder schön, wenn sich in der ganzen Stadt was rührt. Da muss man einfach mit dabei sein“, lauteten ihre Kommentare.

Nacht der blauen Wunder in Bad Tölz

Ein absolutes Muss für Hardcore-Fans ist dabei immer ein Besuch im „Saloon Number Two“ an der Lenggrieser Straße. Bereits zum 14. Mal waren dort „Erik & The Peacemakers“ zu hören – mit Oldies, Western & Country-Sound vom Feinsten. Bei der räumlich doch beengten Kneipe waren zeitweise genauso viele Gäste vor dem Lokal wie im Inneren.

Der Reiz des „Blauen Wunders“ liegt darin, dass man nur einmal Eintritt bezahlt, aber viele Konzerte mit unterschiedlichen Stilrichtungen besuchen kann: Etwa Rock und Pop im „Gasthaus“, im „Kult“ und im „groovy Sue“ oder Rock’n’Roll im „Jailhouse“ und im „Pistolero“. Eigenkompositionen gab es in den kleinen Kneipen wie „Click“, „Crêpes Home“ oder „Bar Nr. 19“. Auch der Folk-Sound der Band „Mountain Lake Vista“, eine Combo aus Holzkirchen und Bad Tölz, in der Alten Madlschule begeisterte. Da war wirklich für jeden Geschmack und nahezu jede Altersgruppe etwas dabei.

Ewald Scheitterer

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