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Preisträger und Laudatoren.

Landkreis zeichnet aus

Wirtschaftspreise für Sparkasse, Raiffeisenbanken und Alpenbiomarkt

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Bad Tölz - Die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen und der Kreisverband der Raiffeisenbanken wurden  mit dem Wirtschaftspreis ausgezeichnet des Landkreises. Viel Applaus gab es aber auch für den Gewinner des Anerkennungspreises: den Tölzer Alpenbiomarkt.

Alle Preisträger präsentierten sich im mit 300 Besuchern gut gefüllten Sitzungssaal des Landratsamts mit Filmen. Dabei stellten Ulrike Wissel und Andreas Wegler vom Alpenbiomarkt ihre Zulieferer in den Mittelpunkt. Salat aus Waakirchen, Mehl aus Sindelsdorf, Milch aus Eurasburg – der Markt an der Sachsenkamer Straße setzt auf Regionalität. Das allein wäre schon preiswürdig. Die GmbH, hinter der keine Kette steht, überzeuge aber durch viel mehr, sagte Laudatorin und Kreisrätin Barbara Schwendner. 25 Menschen aus sieben Nationen arbeiten im Markt, die Firma bildet aus, beweise großes soziales Engagement (beispielsweise für die Tölzer Tafel) und schaffe faire Bedingungen für alle Lieferanten. „Und durch vernünftige Preisgestaltung ist der Markt für jeden Geldbeutel attraktiv“, so Schwendner. Diese Balance von Ökonomie, Ökologie und Sozialem bedeute Nachhaltigkeit.

„Wir sind sehr überwältigt“, sagte Andreas Wegler, als er mit Ulrike Wissel den Preis entgegennahm. Dann bat er seine Mitarbeiter, kurz aufzustehen. „Dieser Preis ist für den ganzen Betrieb Ehre und Motivation zugleich.“

Dass die genossenschaftlichen Grundsätze Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung von Mitte des 19. Jahrhunderts nach wie vor aktuell sind, betonte Laudator Erhard Gschrey, ehemaliger Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbands Bayern. Selbst im Zuge der Finanzkrise habe die Genossenschaftsgruppe „die Probleme selbst gelöst“ und sei ohne staatliche Unterstützung ausgekommen. Die fünf im Kreisverband zusammengeschlossenen Banken seien ein starker Partner für die Betriebe und Privatkunden in der Region. „Der persönliche Kontakt steht im Vordergrund. Es gibt Vertrauensverhältnisse, die zum Teil seit Jahrzehnten bestehen“, so Gschrey.

Den Dank des Preisträgers übermittelte Kreisverbands-Vorsitzender Helmuth Lutz. „Das ist für uns eine Bestätigung unserer täglichen Arbeit.“ Auch wenn zuletzt Geschäftsstellen „zurückgefahren“ worden seien, bleibe die Kompetenz doch vor Ort, versprach Lutz. „Bei uns gibt es keinen Entscheider in Frankfurt oder London, bei uns entscheiden immer die Menschen vor Ort.“

Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, lobte erst einmal den Landkreis für die gelungene Auswahl aller drei Preisträger. Die Sparkasse sei ein verlässlicher Partner, übernehme Verantwortung und halte den wirtschaftlichen Kreislauf am Laufen – auch in Krisenzeiten. Netzer betonte das klare Bekenntnis zur Region. „Die Sparkasse macht sich nicht aus dem Staub, wenn die Rendite nicht stimmt oder die wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen nicht passen“, so Netzer. „Wir spekulieren nicht am Kapitalmarkt und wollen die Gewinne nicht auf Teufel komm’ raus maximieren.“

Seinen „herzlichen und aufrichtigen Dank“ sprach dann Vorstandsvorsitzender Walter Obinger aus. „Ich hätte diese Auszeichnung in der heutigen Zeit nicht für möglich gehalten.“ Er nehme den Preis stellvertretend für 480 Mitarbeiter entgegen. „Denn nur gemeinsam sind wir die Sparkasse, und gemeinsam haben wir den Preis gewonnen.“

Danach spielte die Landratsamts-Danzlmusi noch ein Stück, und der Abend klang beim Sommerfest mit viele guten Gesprächen aus.

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