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Unfall bei Waakirchen

Tölzer Abschlepper holen Laster aus Graben

  • Melina Staar
    vonMelina Staar
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Zu einem Großeinsatz musste der Tölzer Abschleppunternehmer Jürgen Schwan am Dienstag ausrücken. Weil ein Heizöl-Laster mit Anhänger bei Waakirchen eine Böschung hinabgeruscht war, wurde das Spezialunternehmen angefordert.

Waakirchen/Bad Tölz Auf der Bundesstraße 472 war der Lastzug aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, der Fahrer hatte sich mittelschwer verletzt.

Zunächst machte sich der Abschlepper ein Bild vor Ort. „Die Schwierigkeit bei der ganzen Sache war, dass der Unfall im Wasserschutzgebiet passiert ist“, erklärt Schwan. Genau dort verläuft auch ein kleiner Bach. „Deswegen war auch der Auflauf an Feuerwehrleuten so groß. Das wäre bei so einem Unfall sonst nicht normal.“ Es sollte um jeden Preis vermieden werden, dass Heizöl ausläuft. Die Wehren aus Waakirchen, Bad Tölz, Miesbach und Reichersbeuern waren vor Ort.

Durch den Unfall war der Tank der mit etwa 4000 Litern Heizöl beladenen Zugmaschine nicht beschädigt worden. Dies sollte auch bei der Bergung so bleiben. „Als wir um etwa 15 Uhr dort waren, konnten wir nicht sofort loslegen“, sagt Schwan. Zunächst musste auf die Einheiten des Katastrophenschutzes aus Rosenheim gewartet werden. „Daher hat sich alles verzögert.“

Zuerst war unklar, wie viele Liter Heizöl im Anhänger waren. Außerdem musste sich Schwan mit dem Feuerwehrkommandanten vor Ort absprechen, was zu tun war und wie. „Wir mussten zum Beispiel auch noch einen Baum fällen, der bei den Bergungsarbeiten im Weg gewesen wäre“, sagt der Tölzer Unternehmer. Der Schneefall hingegen habe bei der ganzen Aktion keine größere Rolle gespielt.

Tölzer Abschlepper bergen Heizöl-Laster

Da sich der Anhänger mit der Zugmaschine verkeilt hatte, mussten die Experten zunächst die Fahrzeuge entzerren. Dann konnte der Anhänger abgehängt und geborgen werden. Schwieriger war es, die Zugmaschine herauszuziehen. Denn diese hatte beim Unfall eine „Wahnsinnsschneise“ geschlagen und jede Menge Erdreich aufgewühlt. Aus dem entstandenen Erdwall musste die Maschine zurückgezogen werden, damit sie sich löste. „Ein sofortiges Abschleppen wäre nicht möglich gewesen“, erklärt Schwan.

Um die Zugmaschine zu lösen, wurden spezielle Anschlagmittel benötigt. Diese werden über den Rädern aufgeschlagen. Zweimal musste die Maschine umgehängt werden, um eine komplette Bergung des etwa zehn bis zwölf Tonnen schweren Gefährts zu ermöglichen. Im Einsatz waren dabei ein Mobilkran und ein Vier-Achs-Bergungsfahrzeug. „Die besondere Herausforderung war es, das Ganze beschädigungsfrei zu bewegen“, so Schwan.

Dies gelang den Profis vom Tölzer Betrieb. Schließlich war das Unfallfahrzeug abschleppfertig und wurde in die Werkstatt nach Bad Tölz gebracht.

Um etwa 19.30 Uhr war der Einsatz für Schwan und seine Mitarbeiter beendet. Wie hoch der Schaden am Laster ist, kann Jürgen Schwan noch nicht beziffern. Seine Schätzung lautet aber: „Das Ganze grenzt an Totalschaden.“

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