Die Mitglieder der Tölzer Aktmalgruppe. 

Tölzer Aktmalgruppe stellt im Kulturhaus Alte Madlschule aus

„Jeder Körper hat etwas Schönes“

Bad Tölz - Bei der Jahresausstellung der Tölzer Aktmalgruppe war das Kulturhaus Alte Madlschule am Freitag und Samstag gut gefüllt. Die Maler huldigen vor allem der Schönheit des weiblichen Körpers - besonders, wenn die Formen rundlich  sind.

Zur mittlerweile 17. Ausstellung der Tölzer Aktmalgruppe begrüßte Jeannette Stahlberg am Freitagabend die zahlreich erschienenen Gäste und Künstler in der Alten Madlschule. „Die meisten Zeichnungen, die heute Abend aushängen, wurden innerhalb von zwanzig Minuten fertiggestellt. Das ist sehr schwer und bedarf großen Feingefühls“, sagte die Organisatorin. Doch auch aufwändige und farbenfrohe Gemälde von weiblichen sowie männlichen Körpern wurden gezeigt. „Einige der Künstler fertigen den Hintergrund schon daheim an oder arbeiten die in der Malstunde gezeichneten Skizzen dann Zuhause genauer aus“, sagte Stahlberg. 

Zwei Mal im Monat trifft sich die Tölzer Aktmalgruppe zum Zeichnen. „Da das Modell bis zu sechs Mal die Position wechselt, muss man man schnell sein“, erläutert Detlev Wolf, der schon seit über 18 Jahren in der Tölzer Aktmalgruppe mitmalt. Vor allem müsse man Mut haben, mit sich selbst kritisch zu sein: „50 bis 60 Prozent des Gemalten schmeißt man eh wieder weg, da fällt die Auswahl für eine Ausstellung leichter“ sagt Wolf. Der 60-Jährige studierte Architektur und hatte Aktmalerei als Wahlfach. „Seither hat es mich nicht mehr losgelassen.“ Runde, weibliche Formen malt Wolf am liebsten. „Es fällt mir schwer, sehnige und dünne Menschen zu malen.“ 

Künstlerin Helga Heinrich entwickelte bereits in ihrer Schulzeit und Jugend eine große Leidenschaft fürs Malen. „Das Aktmalen bringt einem bei, genau hinzuschauen“, sagt die 76-Jährige. Durch das professionelle Verhalten der Modelle und gelegentlichen Blickkontakt komme keine Verlegenheit auf, so die Malerin. „Der Körper wird zum Objekt und man konzentriert sich nur noch auf die Einzelheiten“ beschreibt die Künstlerin den Malvorgang. Beim Zeichnen mit Modell beeile sie sich immer. „Erst Zuhause lege ich dann richtig los und arbeite mit Farbe“, sagt die Bad Heilbrunnerin. 

Passend zu dem Thema stellten neben der Tölzer Aktmalgruppe auch die Künstler Michael Junker und Mia Rothas unter dem Namen „Akt-O-Moin“ Fotografien von kunstvoll bemalten Körpern aus. Den ganze Bericht lesen Sie am Montag im Tölzer Kurier. (svg)

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