Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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„Unmöglich von der Genehmigungsbehörde“: Max Schneider (mit Papieren) mit Interessierten vor der Villa Anna, neben der ein modernes Wohnhaus mit Flachanbau entstanden ist.  

SPD-Spaziergang

Tölzer Badeteil: „Diskrepanz“ zwischen Denkmal und Neubau

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Bauberater Max Schneider spricht beim SPD-Spaziergang durch das Tölzer Badeteil über umstrittene Architektur.

Bad Tölz – Eine Stadt kann man vorsichtig oder grob modernisieren, findet Camilla Plöckl. Im Tölzer Badeteil geht es der SPD-Stadträtin oft zu grob zu. Deshalb organisierte sie einen Abend unter dem Motto „Baudenkmäler – und wie gehen wir damit um“. 25 Interessierte folgten der Einladung am Donnerstag, darunter einige Bürger und mehrere Bauexperten.

Max Schneider führt die Gruppe von Denkmal zu Denkmal. Seit 1979 leitet er sein Bauunternehmen in Bad Tölz, das sich auf die Sanierung schützenswerter Häuser spezialisiert hat. Zuletzt renovierte Schneider das Gebäude an der Marktstraße 1, in dem sich unter anderem die Redaktion des Tölzer Kurier befindet.

Der Neubau steht zu nah an der Villa Anna, sagt der Experte

Der Rundgang startet in der Ludwigstraße. Schneiders Blick schweift nach links: „Den Jodquellenhof sollte man unter Denkmalschutz stellen.“ Am liebsten wäre dem 68-Jährigen eine Renovierung des Hotels, die der alten Erscheinung treu bleibt.

Die Gruppe bleibt an der Wandelhalle stehen und ist sich einig: Tolles Gebäude, aber Dach und die Rückseite verfallen zusehends. Scharf nach links in die Annastraße: Hier stehen sich historische und moderne Architektur direkt gegenüber. Der 1891 erbauten Villa Anna mit dem Türmchen und den grünen Fensterläden steht ein Wohnhaus gegenüber. „Eine Diskrepanz.“ Schneider drückt den harten Kontrast erst diplomatisch aus, dann sagt er: „Das ist unmöglich von der Genehmigungsbehörde.“

Die Untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt muss Bauvorhaben in unmittelbarer Nachbarschaft von geschützten Häusern beurteilen. Hier habe man die Vorgaben nicht eingehalten, sagt Schneider. Der ehemalige Stadtbaumeister Peter Wondra stimmt ihm zu. Das neue braune Haus mit einem garagenartigen Flachanbau habe zu unterschiedliche Fenster und stehe viel zu nah an der Villa Anna – die übrigens nach der Ehefrau des Kurbadgründers Carl Raphael Herder benannt ist.

Spielt der Eigentümer nicht mit, ist man machtlos

Das Ensemble aus Villa Höfler, Villa Riesch und Kurbücherei ist für Schneider ein Beispiel für gelungene historisierende Architektur. „Da ist alles in Ordnung.“ Die Tour endet am Haus Fruth, das an der Höckhstraße vor sich hin rottet. Im Dezember hatte sich der Stadtrat knapp gegen einen Abriss ausgesprochen. Die Gruppe ist sich einig: Wenn der Eigentümer nicht mitspielt, ist man als Politiker trotz des Passus „Eigentum verpflichtet“ machtlos.

Mit Blick auf die neuen Parkvillen an der Wilhelmstraße, wo einst die Traditionshäuser Hiedl und Otto standen, fällt der Name Anton Hoefter. Dessen Häuser würden einen ganzen Korridor prägen, sagt Schneider. „Die Stadt muss mit allen Mitteln weiter mit ihm verhandeln. Nur so kann man das Badeteil noch retten.“

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