„The Heimatdamisch“ rund um den Tölzer Florian Rein (sitzend, re.) hat ein neues Album herausgebracht.
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„The Heimatdamisch“ rund um den Tölzer Florian Rein (sitzend, re.) hat ein neues Album herausgebracht.

Band um Florian Rein

Tölzer Band „The Heimatdamisch“ heizt mit neuem Album ein

  • vonInes Gokus
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Die Pandemie hat sie richtig ausgebremst – aber „The Heimatdamisch“ hat aus der Not eine Tugend gemacht, und nun ist das neue Album fertig: „Let there be brass“ der beliebten Tölzer Stimmungsband ist seit Ende April erhältlich und geht, so sagt Bandleader Florian Rein, „weg wie warme Brezen“.

Bad Tölz - Um einige der 17 neuen Songs auf dem Album vorzustellen, gab es für die Fans am Muttertag ein feines Schmankerl, denn „The Heimatdamisch“ hatte zum zweiten Mal ein Konzert im Kurhaus aufgenommen, das seitdem auf Youtube zu sehen ist. Innerhalb der ersten 24 Stunden haben 11 000 Menschen das Video angeklickt. Dabei waren Zuhörer aus aller Herren Länder wie Neuseeland, USA, Brasilien, Russland und natürlich aus allen Ecken Europas. „Wir hatten seit sieben Monaten nicht mehr zusammen gespielt“, berichtet Rein, „sogar ohne Live-Publikum haben wir das genossen.“ Der Schlagzeuger und Betreiber des Tölzer „Bergbeat“-Studios glaubt allerdings, dass es noch einiges an Geduld braucht, bis die Dinge wieder beim Alten sind. „Vielleicht sind noch ein paar kleinere Auftritte möglich, aber was die großen Festivals betrifft, muss man 2021 abschreiben“, bedauert er. Fast 60 Konzerte sind pandemiebedingt ausgefallen, es hatte Anfragen bis aus den USA und Brasilien gegeben. „Unser Tourkalender wäre voll gewesen.“

Genug zu tun gab es aber trotzdem für die acht Musiker von „The Heimatdamisch“. Jeder von ihnen hatte seinen Part einzeln aufgenommen, dazu kamen Gastmusiker wie der Tölzer Sänger Michael Schmutzer, der Frontmann der Band „Eisbrecher“, Alex Wesselsky, Sänger Chris Schuhbeck aus Salzburg, aber auch Bananafishbones-Kollege Sebastian Horn. Arrangiert und produziert wurde die Scheibe von Florian Rein, der von den Aufnahmen bis hin zum Vertrieb die Dinge selbst in der Hand behielt. Tausend Exemplare gibt es derzeit von „Let there be brass“ – und dass sowohl Platte als auch Konzert bei den Leuten so guten Anklang gefunden haben, gibt „positive Energie in einer schwierigen Zeit“, sagt Rein. Wenn alles gut läuft, gibt es im Herbst Konzerte in Österreich und der Schweiz, natürlich immer noch unter den geltenden Corona-Maßnahmen mit weniger Zuschauern.

Chart-Hits und Pop-Songs werden die Lederhosen angezogen

Eine spannende Geschichte gibt es rund um den alten „Neue Deutsche Welle“-Hit „Katherine Katherine“, der ebenfalls auf dem Album zu finden ist: „Clemens Maria Haas, der Sänger von ,Steinbrecher‘ hatte uns gehört und mich daraufhin angerufen.“ Er wolle eine „Heimatdamisch-Version“ des damaligen Gassenhauers und schickte die Original-Gesangsspuren von 1984, um die Florian Rein „drum herum arrangierte“ und so ein neues Stück erschuf. Das ist grundsätzlich das Erfolgskonzept der Formation. Sie nimmt Klassiker, Chart-Hits oder Popsongs, die jeder kennt, und „zieht ihnen die Lederhosen an“, sprich, es wird zu bayerischer Blasmusik und Oberkrainer-Drive gegrooved, was das Zeug und die Bierbank zum Drauftanzen aushalten.

2022 geht es wieder richtig los mit Live-Auftritten

Halt wird dabei weder vor aktuellen Hits wie „Bad Guy“ von Billie Eilish, noch vor einem der bekanntesten Rockhits überhaupt, nämlich „Jump“ von Van Halen gemacht. Außerdem sind Stücke wie „My Sharona“, „Girls just wanna have fun“, „Ghost Busters“ oder „Uptown Funk“ zu hören. „Wir müssen noch ein wenig durchhalten und auf 2022 warten“ – dann, so hofft Florian Rein, geht es endlich wieder los mit echten Auftritten, Live-Publikum und der legendären Heimatdamisch-Partystimmung.

Zur Formation „The Heimatdamisch“ gehören Florian Rein (Schlagzeug), Conny Kreitmeier (Gesang), Michi Wiedenmann (Gesang), Dominik Glöbl (Trompete), Max Grasmüller (Klarinette, Saxophon), Martin Schnitzer (Posaune), Benedict Waldmann (Tuba) und Markus Orterer (Akkordeon).

Infos zur CD: im Internet auf www.theheimatdamisch.de

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