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So könnte der geplante Kreisverkehr an der Einmündung Sachsenkamer-/Bahnhofstraße aussehen.

Tölzer Bauausschuss spricht über Bahnhof- und Sachsenkamer Straße

Kleiner Kreisverkehr: Eine runde Sache

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An der Einmündung Bahnhof-/Sachsenkamer Straße (Staatsstraße 2072) könnte es bald rund gehen: Der Tölzer Bauausschuss hat am Donnerstag die Umgestaltung in einen Kreisverkehr beschlossen.

Bad Tölz– Ob das beim Staatlichen Bauamt auf offene Ohren stößt, ist fraglich. Der Kreisel hätte nämlich nur einen Durchmesser von maximal 35 Metern. Die Behörde halte aber alles unter 40 Meter für wenig zielführend. „Das Straßenbauamt wird sicher nicht zustimmen“, vermutete Bauamtsleiter Christian Fürstberger.

Die Stadt will die Idee dennoch weiterverfolgen. Verwirklicht werden soll das Ganze im Zuge der vom Straßenbauamt 2018 geplanten Sanierung der Staatsstraße. Unterfüttert wird die Forderung mit den Ergebnissen einer Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 2007. Schon diese kam zu dem Schluss, „dass ein Kreisverkehr an der Kreuzung allem anderen vorzuziehen ist“. Zudem würden die Querungshilfen an den Zufahrten zum Kreisel für eine deutliche Verbesserung für Fußgänger sorgen. Entlasten könnte der Kreisverkehr auch die Kreuzung Landrat-Wiedemann-/Sachsenkamer Straße. Hier würden – trotz Verbots – oft Lastzüge fahren, weil das Abbiegen von der Bahnhof- in die Sachsenkamer Straße nicht möglich ist beziehungsweise nur möglich ist, wenn der gegenüberliegende Gehsteig überfahren wird.

„Es ist vielleicht nicht der dringendste Kreisverkehr, aber doch sehr sinnvoll“, befand Ingo Mehner (CSU). Für die Fußgänger seien die Querungshilfen eine klare Verbesserung. „Sofern die Autofahrer mal kapieren, dass sie beim Ausfahren aus dem Kreisel den Fußgängern Vorrang gewähren müssen“, ergänzte Michael Lindmair (FWG). Fraktionskollege Peter von der Wippel fragte sich, ob man den Kreisel nicht noch etwas kleiner und wie den am Amortplatz überfahr bauen könne. Denn sonst reiche die Fahrbahn schon recht nah an zwei Gebäude heran. Fürstberger war skeptisch. „Das Straßenbauamt wird einem Durchmesser von 35 Metern schon nicht zustimmen. Eine überfahrbare Gestaltung halte ich auf einer Staatsstraße für ausgeschlossen.“

Stadtbaumeister Hannes Strunz haderte generell mit dem Kreisverkehr. „Die Einmündung könnte man auch anders umgestalten.“ An anderen Stellen wären Kreisverkehre in der Stadt wichtiger. „Das ist es nicht wert, sich hier mit dem Straßenbauamt anzulegen“, befand er. „Vor dieser Auseinandersetzung habe ich keine Angst“, konterte Bürgermeister Josef Janker (CSU).

Einstimmig wurde am Ende beschlossen, das Straßenbauamt aufzufordern, an der Kreuzung einen möglichst kleinen Kreisel zu bauen, wenn die Sanierung dieses Bereichs ansteht.

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