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Mit den Staatspreisträgern freuten sich Schulleiter Josef Bichler (hinten, li.), Landrat Josef Niedermaier (hinten, 3. v. re.) und Robert Rieker (re.), der stellvertretende Schulleiter der Tölzer Berufsschule. 

Tölzer Berufsschule 

Tipp an Absolventen: „Sehen Sie immer zuerst den Menschen“

170 junge Damen und Herren wurden am Freitag in einer Feierstunde im Tölzer Kurhaus von der Tölzer Berufsschule dorthin entlassen, „wo jetzt das richtige Geldverdienen anfängt“. So drückte es Moderator Severin Falkenhahn aus. „Damit haben Sie aber jetzt auch die Verantwortung für ihre eigene Lebensgestaltung“, fügte Schulleiter Josef Bichler an.

Bad Tölz - Absolventen aus 14 Ausbildungsberufen wurden verabschiedet – aus all jenen Fachrichtungen, die eine Lehrzeit von dreieinhalb Jahren haben. Bemerkenswert: 22 junge Menschen wurden von Landrat Josef Niedermaier mit dem „Staatspreis“ für ihre schulischen Leistungen gewürdigt. Nötig ist dafür ein Notendurchschnitt von 1,5 oder besser. Fünf Absolventen schafften sogar eine glatte 1,0 (siehe Kasten).

Bichler betonte, dass die duale berufliche Bildung in Deutschland mit ein Grund für die weltweit bewunderte geringe Jugend-Arbeitslosigkeit sei. An seine Absolventen gewandt, sagte er: „Sie haben viel erreicht. Sie sind jetzt Fachkräfte in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Damit haben Sie schon mal eine Zwischensicherung gegen die Arbeitslosigkeit eingebaut.“ Die jungen Erwachsenen könnten nun durchaus stolz auf ihren gelungenen Abschluss sein, so der Schulleiter. Doch Fachwissen alleine garantiere noch nicht den Erfolg. „Der richtige Umgang mit den verschiedensten Menschen in Beruf und Privatleben, kombiniert mit Fachkompetenz, ist es, was heute von qualifizierten Fachkräften erwartet wird.“ Er hoffe, dass die Menschenwürde ein ständiger Begleiter im Leben der Absolventen bleiben wird. „Ganz egal, ob Fremder oder Einheimischer, egal ob ein leistungsstarker oder nicht so leitungsfähiger Mitarbeiter, egal ob einer mit heller oder dunkler Hautfarbe: Sehen Sie zuallererst immer den Menschen.“

„Eigentlich geht es uns verdammt gut“, konstatierte dann auch Landrat Niedermaier in seinem Grußwort. Schließlich blicke man auf „70 Jahre Frieden und Wohlstand“ zurück. Er erwartet Großes von den Absolventen: „Ihr bekommt jetzt die Freiheit, aber auch die Verantwortung, unsere Gesellschaft mitzugestalten, damit es in unserem Land weiter aufwärts geht.“

Abschließend dankte der Schulleiter allen Eltern, Ausbildungsbetrieben, Lehrern und dem Landkreis als Sachaufwands-Träger. Sie alle haben ihren Teil zum Erfolg der Absolventen beigetragen. „Abschiede sind Tore zu neuen Welten“, sagte Bichler zum Schluss. Und seine Aufforderung an die Absolventen: „Geht’s naus und gestaltet euer Leben.“Ewald Scheitterer

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