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Auch zwischen 12 und 14 Uhr darf künftig in Bad Tölz der Rasen gemäht werden. 

Bauausschuss befasst sich mit Thema

Tölzer dürfen weiterhin pausenlos Rasen mähen 

Übers Rasenmähen kann man lange diskutieren. So geschehen in der jüngsten Sitzung des Tölzer Bauausschusses.

Bad Tölz– Das Thema Rasenmähen kam auf, wegen eines Antrags von Christof Botzenhart (CSU) und Johanna Pfund (Grüne). Demnach soll die Hausarbeits- und Musiklärmverordnung der Stadt geändert und eine Mittagspause von 12 bis 14 Uhr eingeführt werden. In dieser Zeit sollen keine ruhestörenden Arbeiten, zum Beispiel Rasenmähen, gestattet sein. Beide Räte sitzen nicht im Ausschuss und waren in der Sitzung nicht anwesend.

Rasenmähen: Durch Mittagspause könnten „schlafende Hunde“ geweckt werden

Alexander Schindler vom Ordnungsamt begründete ausführlich, warum die Verwaltung gegen eine Änderung ist. Es gebe kaum Beschwerden, also auch keinen Bedarf. Würde man die Mittagspause einführen, fürchtet er, dass „schlafende Hunde“ geweckt und Nachbarschaftskonflikte geschürt werden. Außerdem sei die neue Generation von Rasenmähern ohnehin schon viel leiser. Schließlich argumentierte er, dass es dem kommunalen Ordnungsdienst nicht zuzumuten sei, in der Mittagspause auszurücken.

Dafür erntete er sofort Widerspruch von Franz Mayer (Grüne) und René Mühlberger (CSU). Satzungen könnten sich ja wohl nicht nach den Pausen des Ordnungsdienstes richten, mokierte sich der eine. Die beschränkten Ressourcen des Vollzugs argumentativ zu verwenden, hielt der andere für „bedenklich“. Beide Räte stimmten – wie auch Johannes Gundermann (Grüne) – für die Änderung. Mayer verwies als Vorbilder auf München, Nürnberg und Bayerisch Gmain, wo solche Mittagspausen geregelt sind.

Bürgermeister: „Anstand kann man nicht verordnen“

Die Skepsis einer deutlichen Ratsmehrheit überwog. „Anstand kann man nicht verordnen“, sagte Bürgermeister Ingo Mehner (CSU). „Ich würde nie auf den Gedanken kommen, in der Mittagspause Rasen zu mähen.“ Er sah ein Umsetzungsproblem. Gegen Missetäter rechtssicher ein Bußgeld zu verhängen, halte er für schwierig. Er sei generell der Ansicht, dass man „nur Regeln aufstellen sollte, die man auch vollziehen kann“. Mühlberger hingegen glaubte nicht, dass die Verwaltung so viel zusätzliche Arbeit bekomme. Eine verordnete Mittagspause beseitige Irritationen und Unsicherheit bei den Bürgern.

SPD: Alles eine Frage der Kommunikation

Matthias Winter (CSU) war sich sicher, dass – wer mittags Rasen mähe –, den Nachbarn ärgern wolle. Wenn man das verbiete, „dann wird er andere Möglichkeiten finden, den Nachbarn zu ärgern“.

Eine ganz andere Position vertrat allerdings Filiz Cetin (SPD). Berufstätige fänden vielleicht nur mittags mal Zeit fürs Rasenmähen. Das sei alles eine Sache der Kommunikation unter den Nachbarn.  chs

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