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Mandelmilcheis mit Pistaziencreme, Nüssen und Zitronenschale: Diese Zutaten ergeben die Kreation „Valle dei templi“, mit der Francesco Bontempo beim „Gelato Festival“ in Berlin den dritten Platz belegte. 

Beim "Gelato Festival" in Berlin

Tölzer Eiskreation „Tal der Tempel“ gewinnt Bronze

Bad Tölz - Das Eis mit dem fantasievollen Namen „Tal der Tempel“ ist in dieser Saison offiziell die drittbeste Sorte Deutschlands. Kreiert hat es Francesco Bontempo (22), der mit seiner Familie seit Kurzem das Café Cristallino am Tölzer Fritzplatz betreibt.

Mit seiner Schöpfung nahm Bontemp an der deutschen Ausscheidung des „Gelato Festival 2016“ in Berlin teil.

Seit die Eisdiele, die viele originelle Sorten nach eigenem Rezept anbietet, wieder geöffnet hat, ist der Wettbewerb das große Thema unter den Kunden. Übers Wochenende hatte den Eishungrigen nämlich ein Schild an der geschlossenen Tür verkündet, dass Familie Bontempo zum Berliner „Gelato Festival“ ausgeflogen war. Nun fragten viele Gäste nach dem Ergebnis.

Und das kann sich sehen lassen. Bei dem Festival, bei dem das beste italienische Eis Europas gesucht wird, belegte Bontempo im Eventareal „Arena Club“ den dritten Platz – was ihn immerhin als einen der besten seiner Branche in ganz Deutschland auszeichnet. Im Vorfeld waren elf italienische Eisdielen aus ganz Deutschland ausgewählt worden, die dann je mit einer eigens für das Festival kreierten Eissorte antraten. Alle Interessierten, die eine „Gelato-Card“ gekauft hatten, durften dabei für ihr Lieblingseis stimmen. Fachleute und Experten der Eisindustrie gaben ebenfalls ihr Urteil ab.

Diese Expertenjury sprach dem Tölzer Teilnehmer sogar den ersten Platz zu. Die Verbraucher dagegen setzten ihn lediglich auf Rang vier – das ergab unterm Strich den dritten Platz. „Das lag aber nur daran, dass meine Eissorte für die Temperatur von 30 Grad, die wir in Berlin hatten, nicht geeignet war“, erklärt Francesco Bontempo. „Ab 25 Grad essen die meisten lieber Fruchtsorten.“

Bei der Sorte „Valle dei templi“ handelt es sich um ein Mandelmilcheis mit Pistaziencreme, Nüssen und geriebener Zitronenschale. Der Name „Tal der Tempel“ bezieht sich auf die archäologische Stätte Agrigent in Sizilien, woher die meisten Zutaten für das Eis kommen. Familie Bontempo stammt übrigens aus dem süditalienischen Kalabrien – der „Stiefelspitze“ direkt neben Sizilien.

Auch die Tölzer können „Valle dei templi“ bereits probieren – und demnächst auch die beiden erstplatzierten Sorten vom Berliner Festival: „Seduzione di Aphrodite“ (Verführung Aphrodites), ein Joghurteis mit Nüssen und Cranberrys, und „Ginger Lemon“, ein Zitroneneis mit Ingwer und Preiselbeerencreme. Diese beiden treten im September beim großen Finale in Florenz an. Das bleibt den Bontempos nun verwehrt. Francescos Resümee ist trotzdem positiv: „Es war ein sehr schönes Erlebnis.“ Er will auch künftig an Wettbewerben teilnehmen, demnächst etwa an der „Eis-World-Tour“. Bis dahin arbeitet er an weiteren Kreationen – wie der Zitronenvariante von „Valle dei templi“.

Leo Binelli und Lina Estermann

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