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Gibt es eine Lösung für den Standort Bad Tölz? Noch einmal sollen alle Beteiligten über Möglichkeiten sprechen.

Antrag der Grünen

Tölzer Geburtshilfe: Letzte Suche nach einer Lösung

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Es ist der allerletzte Versuch: Auf Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion wird es noch einmal ein Gespräch mit allen Beteiligten geben, um eine Lösung in Sachen Geburtshilfe im Landkreis-Süden zu suchen. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Thema Geburtshilfe treibt die Grünen um. Es gebe nach wie vor viel Unzufriedenheit im Isarwinkel nach der Schließung der Abteilung an der Tölzer Asklepios-Klinik, sagte Barbara Schwendner am Montag in der Sitzung des Kreisausschusses. Deshalb wolle man nichts unversucht lassen, um doch noch eine Lösung für den südlichen Landkreis zu finden. „Wir wollen, dass die Hebammenversorgung sichergestellt ist und dass es eine kalkulierbare Lösung für Notfälle gibt“, so Schwendner. Deshalb wollen die Grünen, dass noch einmal alle Beteiligten an einen Tisch gebracht werden, „um abzuchecken, ob es eine Lösung geben kann“, erläuterte die Kreisrätin den Antrag ihrer Fraktion. Platz nehmen am Runden Tisch sollen Gynäkologen, Hebammen, Kreisräte und Vertreter der Kliniken. Die Frage sei, ob man in Bad Tölz eine Hebammenambulanz mit geburtshilflicher Notfallversorgung auf die Füße stellen könne „und den Schwangeren so einige Sorgen abnehmen könnte“, sagte Schwendner. Finde man eine Lösung, müsste der Kreis natürlich Haushaltsmittel zur Verfügung stellen.

Bei den anderen Fraktionen war die Skepsis deutlich in den Redebeiträgen zu hören. Er wolle zuerst einmal festhalten, dass die Geburtshilfe an der Wolfratshauser Kreisklinik sehr gut laufe und angenommen werde, betonte CSU-Fraktionschef Martin Bachhuber. Wie berichtet betreibt die Starnberger Klinik seit Juli eine Außenstelle an der Kreisklinik. Man werde den Antrag der Grünen aber unterstützen – auch, „um einmal einen Endpunkt unter das Thema zu setzen“. Man könne schließlich nicht immer wieder und wieder diskutieren. „Wir müssen das zum Abschluss bringen und endgültig sagen, ob es eine Möglichkeit für Tölz gibt oder ob wir uns künftig auf die Kreisklinik konzentrieren“, sagte Bachhuber.

Auch FW-Fraktionschef Hans Sappl sah das erneute Gespräch kritisch. „Wir werden uns dem Antrag nicht verschließen. Aber ich erwarte mir ehrliche Antworten und dass man den Tatsachen ins Auge sieht.“

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Grünen-Fraktionschef Klaus Koch betonte, dass es darum gehe, noch einmal allen ein Forum zu bieten. Ihm sei klar, „dass das anstrengend ist“. Aber es gehe um einen einzigen Termin, „an dem alle aufgerufen sind, ihre Konzepte vorzulegen“.

Landrat Josef Niedermaier (FW) wirkte irgendwie resigniert. „Klappe, die fünfte“, war sein kurzer Kommentar. Würde es Konzepte geben, wie man die Geburtshilfe in Bad Tölz wiederbeleben könnte, „wären die wohl schon aufgetaucht“. Er habe zigmal das Gespräch gesucht. „Und wenn ich heute den Auftrag bekomme, mache ich das auch noch einmal.“

Und das wird er auch tun müssen. Gegen die Stimme von Andreas Wiedemann (FW) stimmte der Kreisausschuss für den Antrag der Grünen, noch einmal alle an einen Tisch zu holen.

Letztlich trägt man damit auch dem Kreistagsbeschluss aus dem März 2017 Rechnung. Damals hatte das Gremium nicht nur beschlossen, den Standort Wolfratshausen zu stärken, sondern auch, eine Lösung für die Erschließung des Standorts Tölz zu suchen. Wobei eine Suche nicht immer erfolgreich enden muss. Das klang auch in den Worten von Bachhuber an: „Vielleicht können wir mit dem Gespräch auch diesen Kreistagsbeschluss abhaken.“

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