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Ein Jahr wird Yabbik Sauerwein in Channai in Indien arbeiten.

„Weltwärts“-Programm

Ein Jahr in Indien: „Ich will lernen, wie ich Menschen helfe“

Yannik Sauerwein aus Bad Tölz ist 19 Jahre alt und hat heuer sein Abitur gemacht. Am 1. September fliegt er für ein Jahr nach  die sechstgrößte Stadt in Indien. Er absolviert dort ein freiwilliges Jahr im Rahmen des entwicklungspolitischen Programms von „weltwärts“.

Bad Tölz –  „Ich will ins Ausland gehen und neue Kulturen und Menschen kennenlernen“, sagt Sauerwein. „Ich möchte etwas Soziales machen und nicht nur rumreisen.“ Schon die letzten Jahre hat sich der Abiturient mit Politik und Flüchtlingen beschäftigt und ist so auf das Programm „weltwärts“ gestoßen. Dieses wurde 2008 vom deutschen Entwicklungsministerium ins Leben gerufen und hat seitdem rund 26 000 Freiwillige etwa nach Südafrika, Indien und Brasilien gesandt, um sich dort für Bildung, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kultur und Menschenrechte zu engagieren. Eingesetzt werden die 18- bis 28-Jährigen in Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), Schulen oder Kindergärten.

Sauerwein wird in Chennai für UDAVI arbeiten. Diese Organisation setzt sich für Minderheiten, beispielsweise Straßenkinder oder Tsunami-Opfer ein. „Meine genauen Aufgaben kenne ich noch nicht“, so der 19-Jährige. „Ich weiß nur, dass ich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig sein werde.“ Der Abiturient erhofft sich viel von dem einjährigen Aufenthalt in Indien. „Ich möchte mein Selbstbewusstsein, meine Eigeninitiative und mein Englisch stärken“, sagt der Tölzer. „Und außerdem will ich lernen, wie ich Menschen helfen kann.“ Auch nach seiner Reise möchte er im sozialen Bereich tätig sein. „Ich will Kommunikationswissenschaften studieren. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass sich meine Pläne ändern, wenn ich in Chennai war.“

Yannik Sauerwein, arbeitet ein Jahr in der  Entwicklungshilfe in Indien

Schon früh hat der gebürtige Münchner angefangen, sich sozial und politisch zu engagieren. In der vierten Klasse gründete er zusammen mit Freunden das „Greenteam“, das Spenden für Wale sammelte. Zweimal hat er am Europäischen Jugendparlament teilgenommen. Außerdem ist er Beisitzer der Grünen Jugend Bad Tölz-Wolfratshausen. „Zudem wurde ich in der Jugendgruppe von Amnesty International aktiv“, erzählt Sauerwein. Nun, als Erwachsener, möchte er sich in andere Lebensweisen, Sitten und Gebräuche einleben und macht dazu den Anfang ab September in Indien.

Finanziell unterstützt wird Sauerwein zu 75 Prozent von „weltwärts“. „Die restlichen 25 Prozent muss ich über Spenden finanzieren“, so der 19-Jährige. Etwa 2700 Euro muss er mithilfe eines Förderkreises auftreiben. „Wenn mich noch jemand unterstützen möchte, wäre das natürlich schön.“ Aber vor allem ist dem Tölzer wichtig: „Ich will, dass noch mehr Leute dieses Programm kennenlernen und auf die Idee kommen, sich dort zu engagieren.“ 

Wer Yannik Sauerwein mit einer Spende unterstützen möchte, erhält Infos auf http://www.oneyearchennai.com/spenden. Tamara Scheid

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