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Vier Chöre aus dem ganzen Oberland gestalteten die vierte Tölzer Gospelnight. 

Vier Chöre

Tölzer Gospelnight: Die ganze Kirche wippt mit

Vier Chöre aus vier Orten und eine voll besetzte Stadtpfarrkirche: In Bad Tölz kamen die Freunde von Gospelmusik auf ihre Kosten.

Bad Tölz Zu ihrem 20-jährigen Bestehen hatten die Tölzer „Swinging Souls“ von Ansgar Dehm Sängerkollegen aus dem ganzen Oberland  zur Gospelnight eingeladen.

Dehm begann, allein zu singen. Dann betraten alle Chöre singend die Stufen vor dem Hochaltar. Mit zwei Stücken präsentierte sich die Fülle an Sängerinnen und Sängern den Zuhörern, bevor die Ensembles nacheinander auftraten. Fast zweieinhalb Stunden brachten die „Sunshine Gospels“ aus Rottach-Egern (Leiter Matthias Häusler), „The Heaven Travellers“ aus Weilheim (Leiter Adam Cory), und „Rainbow Gospel Voices“ aus Miesbach (Leiterin Andrea Wehrmann) die Stadtpfarrkirche zum Klingen.

„The Heaven Travellers“, 1966 von Berthold Hellmuth gegründet, führten bis auf ein Stück Arrangements ihres Gründers auf. Der hatte sich mit sehr ursprünglichen Gospels befasst, mit denen Chor und Solisten rein in a cappella begeisterten. Schnell an- und abschwellende Gesänge sowie akzentuierter Text und Fingerschnippen machten die Songs sehr spannend. Solistin wie Solist bauten ihre Stimmen großartig über dem Chor auf, sei es flehentlich oder ausdrucksstark tief.

Auch die „Rainbow Gospel Voices“ hatten mit einem Traditional aus Tansania ein Original im Gepäck, es war voller Melodie und Rhythmus. Letzterer stand ganz im Vordergrund des berühmten Gospels „Battle of Jericho“, den der Chor mit schnellem Sprechgesang aufführte.

Die „Sunshine Gospels“ hatten einen sehr schönen Kontrast eingebaut. „Joyful Voices“ erklang sogar teilweise in Moll-Stimmung, aber beim beschwingten Refrain klatschten alle mit. Es folgte a cappella „Spirit of God“, in sehr schönem, ruhigen Kontrast zum vorigen Stück.

Instrumental standen ein Bass, ein E-Piano und ein Cajon als Schlagzeug zur Verfügung. Nur „Your love ist greater“, vorgetragen vom Miesbacher Chor, wurde von einer Gitarre begleitet.

Das Konzert sorgte jedenfalls für lockere Schultern und Fußgelenke, denn kaum ein Zuhörer hielt es ruhig auf seinem Platz aus. Die Kirchentür stand offen, es war freier Eintritt, doch wer kam, blieb erst einmal und ging nicht wieder.

Die „Swinging Souls“, getragen von dieser wunderbaren Stimmung, sorgten mit ihren vier ausgewählten Stücken für einen begeisternden und zu Herzen gehenden Abschluss. Zwar findet erst im September offiziell ihr Jubiläumskonzert statt, doch die vierte Tölzer Gospelnight war ein vorgezogener Höhepunkt. BIRGIT BOTZENHART

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