Am 17. und 18. Juli gibt‘s im südlichen Landkreis die Abitur-Zeugnisse. 
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Am 17. beziehungsweise 18. Juli gibt‘s im südlichen Landkreis die Abitur-Zeugnisse. 

Corona Hygienekonzepte 

Zeugnisvergabe: Abi mit Abstand

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Endlich geschafft: Am 17. beziehungsweise 18. Juli können die Abiturienten in Bad Tölz, Lenggries und Reichersbeuern persönlich ihre Abiturzeugnisse abholen. Alle Schule haben ein Konzept für die Vergabefeier erarbeitet. Auf einen Händedruck vom Schulleiter müssen sie aber verzichten.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Sie haben es sich verdient: Die Abiturienten des Jahrgangs 2020 hatten es alles andere als leicht. Viele Sorgen und Unsicherheiten plagten die 159 Zwölftklässler der drei Gymnasien im südlichen Landkreis seit dem Ausbruch der Corona-Krise. Nun aber werden immerhin die 156, die bestanden haben, am Freitag, 17. Juli, das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife in den Händen halten. Doch auch dieser feierliche Anlass muss etwas anders begangen werden als üblich.

Hausmeister sorgt für Einhaltung der Abstände beim Gottesdienst 

„Wir starten um 8 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Lenggries“, sagt Christoph Beck, Schulleiter des katholischen Mädchengymnasiums St. Ursula in Hohenburg. „Die zulässige Anzahl an Personen müssen wir noch abklären.“ Der Hausmeister Hannes Janßen werde die Plätze in der Kirchen zuweisen und die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften im Auge behalten. Nach einem kurzen Fototermin gehe es dann in der Turnhalle der Hohenburger Schule weiter. „Dort können die 43 Absolventinnen mit ihren Eltern an je einem Tisch Platz nehmen“, so Beck. „Die Tische stehen weit genug auseinander, und die Turnhalle ist belüftet.“ Wer am Platz sitze, dürfe auch die Maske abnehmen. „Leider wird es dieses Jahr nicht möglich sein, dass mit den Eltern auch noch Geschwister, Freunde oder Großeltern mitkommen. Das lässt die Maximalpersonenanzahl nicht zu.“

Bei der Zeugnisvergabe müsse man auch auf den üblichen Händedruck verzichtet. Wenn alle Abiturientinnen ihr Zeugnis in den Händen halten, können sie draußen noch in kleinen Gruppen zusammenstehen und auf ihren Schulabschluss anstoßen. „Das Büffet können wir heuer leider auch nicht anbieten“, sagt Beck.

Zwei Varianten: Für schönes und schlechtes Wetter

Das Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasium hat bisher zwei Varianten für die Zeugnisfeier ausgearbeitet – eine für gutes Wetter und eine „Allwetter-Version“ – wobei den Absolventen erstere natürlich lieber wäre, wie Schulleiter Alexander Göbel erklärt. „Es kann sein, dass es sich erst am 17. Juli in der Früh entscheidet, wie wir das handhaben“, meint er.

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Bei Sonnenschein, dass die Abiturfeier im Pauseninnenhof abgehalten wird. Dort würden dann die Schüler auf Stühlen mit Abstand zueinander platziert werden. Ihre Eltern könnten den besonderen Moment von den Fenstern des Schulgebäudes aus beobachten, die U-förmig zum Pausenhof gehen. „Die andere Variante findet in der Turnhalle statt“, so Göbel weiter. Dort können die Schüler dann mit zwei engeren Familiengehörigen in Stuhlgrüppchen weit auseinander sitzen“, erklärt der Schuldirektor. Bei beiden möglichen Vorgehensweisen werden die Abiturienten jedoch in Gruppen aufgeteilt. „Es sind im Gottesdienst und bei der Vergabe zwei Gruppen à 51 Schüler. Anders würden wir die 102 Abiturienten mit Eltern nirgends coronagerecht unterbringen.“

Verschiedene Rahmenbedingungen an den drei Gymnasien im südlichen Landkreis 

Am Max-Rill-Gymnasium Reichersbeuern gestaltet sich die Organisation des Festakts einfacher. „Wir haben heuer einen kleinen Abiturjahrgang“, sagt die Schulleiterin Carmen Mendez. Zusätzlich könnten von einigen Schülern die Familien noch nicht nach Deutschland einreisen.Das Max-Rill-Gymnasium beherbergt in seinem zugehörigen Internat traditionell auch einige internationale Schüler.

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Am 18. Juli werden die elf Abiturienten ihre Zeugnisse am Vormittag entgegennehmen. „Danach gibt es wie jedes Jahr ein Weißwurstfrühstück mit anschließendem Foto-Shooting auf einem roten Teppich“, erklärt Mendez. Abends stehe zum Abschluss ein feierliches Essen an. „Natürlich müssen auch wir – trotz kleinen Jahrgangs – auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen achten“, sagt Mendez. „Daher werden wir auch nicht wie üblich mit der gesamten Schulgemeinschaft feiern können.“ Aller Voraussicht nach könne jeder Absolvent vier Familienmitglieder zur Feier mitbringen.

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