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Mit wohlwollenden Worten verabschiedeten Landrat Josef Niedermaier (li.), Elternbeirats-Sprecherin Natascha Mahnel und der Dritte Tölzer Bürgermeister Christof Botzenhart (re.) den scheidenden Direktor Harald Vorleuter (2. v. li.).

Tölzer Gymnasiums-Direktor verabschiedet

„Wir werden dich vermissen, Harry“

Mit einer Feier wurde der Direktor des Tölzer Gymnasiums, Harald Vorleuter, verabschiedet.  Er wird künftig Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken sein.

Bad Tölz – „Wir werden dich vermissen, Harry.“ Diese Worte aus dem Mund der beiden Schülersprecher Hans Lenz und Osman Keskin waren wohl das schönste Kompliment zur Verabschiedung von Harald Vorleuter. Der Direktor des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums ist am Dienstagabend mit großem Bahnhof in der Turnhalle der Schule nach siebenjähriger Tätigkeit verabschiedet worden.

Zum Abschiedsfest des offenbar allseits beliebten Schulleiters präsentierte das Gymnasium noch einmal alles, was diese Bildungseinrichtung neben den Lernerfolgen auszeichnet. Das Schulorchester begann mit Franz Smetanas „Moldau“, die Akrobatik-Gruppe lockerte mit zahlreichen Pyramiden auf, der Schulchor sang dem Scheidenden ein letztes „My way“ und die Tanzgruppe überzeugte mit den „Herren in Grau“. Er sei ein „zuhörender, kompetenter Schulleiter“ gewesen, betonten die Schülersprecher, „der das Gymnasium maßgeblich positiv geprägt und verändert hat“. Dabei erklärte Markus Zimmermann, der Sprecher des Personalrats, dass Vorleuters Entscheidungen im Kollegium zwar nicht immer auf volle Zustimmung gestoßen seien, „aber Sie hatten immer das Ziel, die Schule weiterzubringen.“ Und Holger Küst, der ständige Stellvertreter des Schulleiters, lobte in seiner Rede die unter Vorleuter erfolgten großen Veränderungen im und am Gymnasium: „Mit deinem Prinzip der offenen Tür ist es dir immer gelungen, die Balance zwischen Pflicht (Unterricht) und Kür, den zahlreichen Konzerten, Tanz- und Theateraufführungen, einzuhalten.“ Als Flüchtling – „das Kultusministerium gilt nicht als sicherer Herkunftsort“ – sei der „hochqualifizierte Zuwanderer“ laut Christof Botzenhart, dem Dritten Bürgermeister, in die Tölzerstadt gekommen. Der Schulleiter habe sich hier als „Musterbeispiel für eine gelungene Integration“ gezeigt. So blieben die Gründe, warum er Tölz freiwillig verlässt, um den Posten des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberfranken anzutreten, „völlig im Dunkeln“. Botzenhart aber wünschte dem passionierten Gleitschirmflieger Vorleuter, „eine schulpolitische Thermik, die große Höhenflüge ermöglicht – aber auch sanfte Landungen.“ „Ich gönne ihm die neue Herausforderung“, sagte Gerald Kreuwel vom Förderverein: „Sie waren immer energisch und kreativ, wenn wir mal nicht wussten, wem wir Geld spenden sollten.“

Zusammen mit Vorleuter hatte vor sieben Jahren auch Natascha Mahnel vom Elternbeirat ihre Aufgaben am Tölzer Gymnasium übernommen: „Sie haben gefördert und gefordert und haben es sich in ihrem bequemen Sessel nicht bequem gemacht.“ In Sachen Vorleuters Wirken kam sie schließlich zu dem Schluss: „Wenn ein Schüler heute sagt, schade, dass er geht, dann haben sie wohl alles richtig gemacht.“ Ewald Scheitterer

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