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Umfrage zum Thema Masern

Kindergärten: „Gute Beratung wichtiger als Impfpflicht“

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Verpflichtende Masern-Impfung? Der Vorschlag löst bei den betroffenen Einrichtungen im Landkreis keine Begeisterung aus.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Aufklärungskampagnen in den vergangenen Jahren haben nicht so gefruchtet wie erwartet. Aus diesem Grund ist Gesundheitsminister Jens Spahn für verpflichtende Masern-Impfungen für Kinder in Kitas und Schulen. Der Vorschlag löst bei den betroffenen Einrichtungen im Landkreis keine Begeisterung aus.

Sieglinde Bock, Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef in Lenggries, macht keinen Hehl daraus, dass sie es befürwortet, wenn Kinder gegen Masern geimpft werden. Masern sei schließlich alles andere als eine harmlose Krankheit: „Ich möchte allerdings den Eltern nicht vorschreiben müssen, dass sie ihre Kinder impfen lassen. Das ist allein ihre Sache.“

Ähnlich sieht es Monika Rinshofer, Leiterin der Kindertagesstätte „Heilige Familie“ in Bad Tölz. Es sei „total wichtig“, dass die Kinderärzte die Eltern gut beraten. Den Eltern müsse klar sein, dass ihre ungeimpften Kinder zu Hause bleiben müssen, wenn im Kindergarten ein Masern-Fall auftritt. Letztlich liege das Impfen aber in der Eigenverantwortung der Eltern: „Da muss sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Gute Beratungsmöglichkeiten sind wichtiger als Vorschriften.“

Bei Montessori würden „keine Eltern verfolgt“

Alles andere als eine Unterstützerin der Impfpflicht ist Annette Weber, Geschäftsführerin des Montessori-Vereins in Bad Tölz: „Ich bin absolut gegen eine Impfpflicht. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er tut und was er nicht tut.“ Jeder habe selbst die Verantwortung, sich selbst zu informieren. Weber will diese Rolle nicht übernehmen: „Ich empfehle niemandem das Impfen und ich spreche mich nicht dagegen aus. Ich bin kein Pharmazeut und kein Doktor. Ich hab’ davon einfach keine Ahnung, das ist nicht mein Fachgebiet.“ Bei Montessori würden „keine Eltern verfolgt, weil sie ihre Kinder nicht impfen lassen“, und es würde auch niemand vom Betrieb ausgeschlossen. Vor einiger Zeit habe Weber versucht, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für bestimmte Impfstoffe zu bekommen. Die wollte ihr aber niemand ausstellen. „Da habe ich gesagt: Okay, dann, stelle ich mich nicht hin und sage, dass sich alle impfen lassen sollen.“

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Auch Schulamtsleiterin Petra Burkhardt hält wenig von der Impfpflicht: „Solche Pflichten widersprechen schon meiner Grundhaltung.“ Abgesehen davon stehe sie in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt und vertraue auf dessen Urteil, „denn dort sitzen die Fachleute“. Wichtig sei, dass die Schüler über die Gefahren der Masern aufgeklärt werden, „und das geschieht definitiv“. Weder in ihrer Zeit im Schulamt noch in den zwölf Jahren als Leiterin einer Münchner Schule habe sie mit einem Masern-Fall zu tun gehabt. Trotzdem hält sie ganz persönlich die Impfung für „sinnvoll“. 

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Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Karmann

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