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Der Stadtteil Gries ist neben dem Amortplatz und der Firma Sitec Aerospace einer der Tölzer Drehorte für Matthias Kiefersauers neuen ARD-Abendfilm.

Dreharbeiten mit Waldramer Regisseur Kiefersauer

Tölzer Kleinstadt-Atmosphäre für ARD-Film

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Bad Tölz - Für seinen neuen Film "Falsche Siebziger" ist der Wolfratshauser Regisseur Matthias Kiefersauer dieser Tage mit seinem Team in Tölz unterwegs. Besonders der Jungmayrplatz hat es ihm angetan.

Ein hagerer Typ in knalligem Hemd, festgehalten von zwei Polizisten, kommt aus der Tür an der Tölzer Fischergasse. Gerhard Wittmann schaut bedröppelt drein. Er muss mit ansehen, wie die Beamten den Drogendealer abführen, zu dem er gerade wollte.

Matthias Kiefersauer

Schauspieler Wittmann ist natürlich nicht privat im Tölzer Gries mit weißen Handschuhen unterwegs. Regisseur Matthias Kiefersauer dreht hier eine Einstiegsszene für seine neue Fernsehkomödie „Falsche Siebziger“. Der Name Bad Tölz wird im Film nicht auftauchen. „Hier ist die oberbayerische Kleinstadt, in der die Dorfbewohner einkaufen oder zur Bank gehen“, erklärt Kiefersauer in der Drehpause.

Der Großteil der Handlung spielt in einem Weiler, in dem fast gleichzeitig drei alte Menschen sterben. Die Hinterbliebenen beschließen allerdings, sie offiziell noch eine Weile leben zu lassen. Die Leichen werden in einem ehemaligen Salzstollen versteckt, die Rente der Verstorbenen kommt weiterhin pünktlich. Gutes Geld, um sich lang gehegte Träume zu erfüllen oder einfach nur die Schulden zu begleichen. Der Plan scheint anfangs zu funktionieren, doch das Lügenkonstrukt muss irgendwann zusammenbrechen. Zu den Hinterbliebenen gehört auch der Chemiker, den Wittmann spielt. Im Film möchte er dem Drogenkochen abschwören. Muss er wohl auch, nachdem der Dealer (Max Schafroth), der seinen Stoff unter die Leute bringt, aufgeflogen ist.

Ein 30-köpfiges TV-Team arbeitete am Mittwoch in Bad Tölz an der Produktion, die 2017 in der ARD-Reihe „Film-Mittwoch im Ersten“ ausgestrahlt wird. Regisseur Kiefersauer, der im Wolfratshauser Ortsteil Waldram aufgewachsen ist, hat sich die Stadt „im Heimatlandkreis“ bewusst ausgesucht – und outet sich als Fan des Tölzer Jungmayrplatzes: „Die Kleinstadt-Atmosphäre kann man dort wunderbar einfangen.“ Das Ambiente nutzte Kiefersauer schon 2012 für den Spielfilm „Was machen Frauen morgens um halb vier“. Für seine neue Komödie „ein gutes Omen“, findet er. Am Jungmayrplatz, am Amortplatz und bei der Firma Sitec Aerospace entstehen heute und nächste Woche weitere „Falsche Siebziger“-Szenen.

Zur Besetzung gehört auch Sebastian Bezzel, dessen Charakter beim Schmieden der frechen Pläne „die treibende Kraft“ ist, erklärt Kiefersauer. Bezzel ist nicht nur aus dem Konstanzer Tatort bekannt, sondern war in den Jahren 2000, 2005 und 2007 auch in einzelnen Folgen der Krimiserie „Der Bulle von Tölz“ zu sehen.

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