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Gerhard Schmidt-Gaden (Mi.) freute sich über die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde. Beim Festkonzert saß er zwischen Thomas Goppel (li.) und Bruno Weil (ganz rechts außen; mit Gattin). Den Sängern standen verschiedene Dirigenten vor, das Bild rechts zeigt Allan Bergius. Der einstige Solist ist heute Leiter des Jugendorchesters der Staatsoper und dort auch stellvertretender Solo-Cellist. Außerdem leitet er das Schwäbische Jugendsinfonieorchester.

Festkonzert in München

Tölzer Knabenchor ein „Botschafter bayerischen Kulturguts“

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Bei einem Festkonzert haben am Sonntagabend zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Gesellschaft dem Tölzer-Knabenchor-Gründer Gerhard Schmidt-Gaden zum 80. Geburtstag gratuliert. Die Veranstaltung fand in der Allerheiligen-Hofkirche in München statt.

München/Bad Tölz – Der Chor führte klassische Werke sowie mehrere Volkslieder auf. Stets standen verschiedene Dirigenten, allesamt ehemalige Knaben, am Pult: Philipp Amelung Allan Bergius, Christian Fliegner und Clemens Haudum (der erst 2006 als Stimmbildner zum Chor kam und ihn heute zusammen mit Fliegner leitet).

Der Tölzer Knabenchor sei ein „Botschafter bayerischen Kulturguts in der Welt“, sagte Kultur-Staatssekretär Georg Eisenreich (CSU) in seiner Begrüßung. Thomas Goppel, heute Präsident des Bayerischen Musikrats, hielt Rückschau auf die Entwicklung des Chores und wartete auch mit so mancher Anekdote auf. Gerhard Schmidt-Gaden bescheinigte er „Charisma und natürliche Autorität“. Auch Goppel ging auf den hervorragenden Ruf des Chores in der ganzen Welt ein und sprach auch über die Verbundenheit zur Stadt Bad Tölz. Deren Wappen prangt auf der Konzertkleidung der Knaben. „Dieser Chor kann sich in die Herzen singen“, sagte Goppel.

Dirigent Bruno Weil sprach in seiner Laudatio über die 18 Jahre bestehende, enge Zusammenarbeit mit Schmidt-Gaden und hob insbesondere dessen Verdienste um die Vertonung des Orff’schen Schulwerks hervor.

Aus dem Landkreis waren nicht nur die beiden Tölzer Pfarrer Peter Demmelmair und Martin Steinbach gekommen, sondern auch Landrat Josef Niedermaier. Auch er dankte Gerhard Schmidt-Gaden in vielerlei Hinsicht: Weil viele einheimische Kinder im Chor eine hervorragende Ausbildung erfahren hätten, sei die Bandbreite musikalischen Wirkens im Tölzer Land sehr groß und qualitativ sehr hoch. „Der Tölzer Knabenchor ist ein Alleinstellungsmerkmal für uns“, sagte der Landrat.

Niedermaier ging auch auf die finanzielle Situation im Kulturgeschäft ein: Der Chor habe nicht wie andere Ensembles einen großen Geldgeber, etwa ein Bistum oder ein Opernhaus, im Rücken, sonder müsse sich „sein Geld stets mühsam zusammensuchen“. Dadurch, so Niedermaier weiter, sei er auch „geerdet“. Der Landrat dankte zudem Helga Schmidt-Gaden, „die den Laden organisatorisch zusammenhält“.

Mit drei Volksliedern zum Abschluss klang das Festkonzert aus.

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