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Wollen Leonhardi als Traditions-Wallfahrt und nicht als Event im Netz präsentieren (v. li.): Rathauschef Josef Janker, Web-Designerin Julia Stelz und Bürgermeister-Referent Klaus Pelikan, der die Inhalte für die Homepage lieferte. Foto: Arndt Pröhl

Die Leonhardifahrt ist im Netz angekommen

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Bad Tölz - Die Tölzer Wallfahrt bekommt eine eigene Internet-Seite. Die Stadt nahm die mögliche Nominierung zum imateriellen UNESO-Kulturerbe zum Anlass - und insgesamt 17 000 Euro in die Hand.

„Die Leonhardifahrt war im Netz bislang kaum vertreten. Ein echtes Manko“, findet Rathaus-Mitarbeiter Klaus Pelikan. Zusammen mit Web-Designerin Julia Stelz, die schon das Konzept für die Hindenburg-Stelen entworfen hatte, und Bürgermeister Josef Janker stellte er nun die Leonhardi-Homepage vor.

Zeit ist es geworden für die Internetseite – spätestens nachdem die seit 1772 beurkundete Wallfahrt vom bayerischen Kultusministerium als immaterielles UNESCO-Kulturerbe vorgeschlagen wurde. Anfang 2017 entscheidet die Kultusministerkonferenz, ob die dieses Jahr ausnahmsweise am 7. statt am 6. November stattfindende Veranstaltung in das Bundesverzeichnis aufgenommen wird.

Auf der Startseite läuft ein Pferdegespann hinter einem weißen Schriftzug auf den Betrachter zu. Die Homepage biete „dichte Information“ und sei „kein Werbeflyer“, wie Janker betonte. Man wolle die Leonhardifahrt nicht „als Event verkaufen“, sagte Pelikan.

Wo liegt der Ursprung? Wer ist der Heilige Leonhard? Was ist der Unterschied zwischen Truhen- und Tafelwagen? Welche Gewänder tragen die Wallfahrerinnen, und welche Aufgabe haben die „Brettlhupfer“? Neben den Antworten auf diese Fragen gibt es eine Auswahl alter Leonhardi-Zeichen, Bilder sowie Infos zur Verlosung der Zugreihenfolge.

Für die vielen Aspekte lieferte Pelikan kurze, prägnante Texte. Stelz kombinierte sie mit den Profi- und Amateurfotos, die ihr zur Verfügung gestellt wurden. Hinter die Inhalte legte die Designerin „eine kartonagartige Patina“ aus verfremdeten Fotos. Handgemacht soll die Seite daherkommen, so Stelz: „Die Herausforderung war, eine Traditionsveranstaltung in ein modernes Medium zu bringen.“ 17 000 Euro nahm die Stadt für die Netz-Präsenz in die Hand. In dem Betrag enthalten sind auch Bildrechte sowie Kosten für die Smartphone-Aufbereitung und eine Präsentation für den Kulturerbe-Festakt in München im November. Ganz fertig ist die Seite noch nicht: Einige Fotos will man noch austauschen. Und aus den Pünktchen, die auf einer Karte den Weg der Prozession vom Badeteil auf den Kalvarienberg zeigen, sollen kleine Hufeisen werden.

Die Leonhardi-Homepage ist erreichbar unter www.toelzer-leonhardifahrt.bayern.

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