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Ein künftiger Schulstandort? Die Idee ist, das Bürgerhaus (re.) sowie die dahinter liegende Turnhalle abzureißen und an ihrer Stelle den Neubau der Lettenholzschule zu errichten. 

Rathaus hat Gutachten eingeholt

Tölzer Lettenholzschule: Es schaut nach Neubau aus

Ist von Schulen in Tölz die Rede, dann ist derzeit meist die Jahnschule gemeint, für die die Stadt große Umbaupläne entwickelt. Ein bisschen hintan in der Wahrnehmung steht die Lettenholzschule. Die ehemalige Amerikaner-Schule aus dem Jahr 1958 müsste schon lange dringend saniert – oder gleich neu gebaut werden. 

Bad Tölz – Immerhin: Wenn von anstehenden Großprojekten die Rede ist, dann wird die Lettenholzschule immer genannt. Die Stadt hat, so erklärt Bürgermeister Josef Janker, eine Studie anfertigen lassen, was die Vor- und Nachteile einer Sanierung oder eines Neubaus wären. Das Ergebnis ist für das Stadtoberhaupt relativ klar: „Man weiß ja nie, was da für Altlasten verbaut worden sind und was hergeht, wenn die Böden und Versiegelungen aufgemacht werden. Mein Credo ist: Da gibt’s nichts anderes als einen Neubau.“

Ein Neubau würde folgendermaßen ablaufen: Erst würden Bürgerhaus und Turnhalle abgerissen beziehungsweise abgebaut. An deren Stelle würde dann der neue Schulbau mit derzeit zehn Klassenzimmern und vielleicht mit integrierter Turnhalle errichtet. Turnunterricht würde während der Bauzeit in der bereits modernisierten ehemaligen Flint-Kasernen-Turnhalle stattfinden. Wenn der Umzug in die neu gebaute Schule stattgefunden hat, kann der Altbau abgerissen werden. Vielleicht entsteht dort dann der neue Sportplatz, sagt Janker. Auch denke man über Lärmschutz-Maßnahmen hin zur Bundesstraße nach.

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Und wann ist es so weit? „Wenn es 2022 losgeht, dann ist es gut gelaufen“, sagt Kämmerer Hermann Forster. Das Verfahren ist nicht ganz einfach. Man entwickle derzeit zusammen mit der Schulleitung ein zeitgemäßes bauliches Schulkonzept. Damit müsse dann die Abbruchgenehmigung erwirkt werden, die Voraussetzung für die Neubauplanung ist – und für die wichtigen Fördergelder. Auch muss der Raumbedarf schulaufsichtlich abgesegnet werden.

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Das alles dauert natürlich. Das ist auch Schulrektorin Bärbel Weixner klar, die schon noch von fünf, sechs Jahren ausgeht, die man wohl Geduld haben müsse. „Ich hätte mir schon gewünscht, dass es schneller geht. Aber wir freuen uns, dass die Stadt uns im Blick hat.“ Ihre Grundschule wird derzeit von 182 Mädchen und Buben besucht. Mit Tendenz nach oben, sagt Weixner. 230 Schüler seien die angenommene Zahl.

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Auf den Bau wird man warten müssen. Doch liegt der Rektorin das fehlende Sicherheitskonzept für die Schuleinrichtung schwer im Magen. Da seien die anderen Tölzer Schulen viel weiter. Kämmerer Forster sträubt sich zwar gegen „unsinnige Ausgaben, wenn sowieso neu gebaut wird“. Doch sei klar, „dass wir, was die Sicherheit an der Lettenholzschule betrifft, noch was machen müssen. Dafür sind Finanzmittel vorgesehen.“

Forster kann sich übrigens auch vorstellen, dass das Bürgerhaus abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut wird. Vielleicht könne es auch in den Neubau integriert werden.

Von Christoph Schnitzer

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