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Im Großformat am Stachus: Lukas Stojetz (18) ist eins der Werbegesichter des Herrenmodegeschäfts Hirmer.

Herrenmode

Tölzer modelt für Hirmer

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Bad Tölz - Seine Bilder sind in ganz München zu sehen: Lukas Stojetz modelt für die aktuellen Plakate des Münchner Modeschäfts Hirmer. Oben ohne vor der Kamera zu stehen, das war für den 18-Jährigen kein Problem.

Lukas Stojetz war auf dem Weg zur Uni in München. Am Stachus hing eine riesengroße Anzeige vom Herrenmodegeschäft Hirmer. Darauf zu sehen: der Tölzer selbst. „Das war schon ganz lustig“, sagt der 18-Jährige. Stojetz hat sich gegen 300 Bewerber durchgesetzt und für die Werbekampagne „Hirmer kann Mann“ gemodelt.

Sein Bild hängt nicht nur am Stachus, sondern in verschiedenen Versionen auf Litfaßsäulen in ganz München und in dem Münchner Geschäft. Die Plakate zeigen Stojetz und vier weitere Männer mit nacktem Oberkörper. Daneben oder darunter präsentieren sie die Herbst-/Winterkollektion, um zu zeigen, was Hirmer aus dem „Rohstoff Mann“ macht.

Dass das Herrenmodegeschäft „Münchner Mannsbilder“ sucht, hat der 18-Jährige in dem Laden gelesen. „Ich gehe da seit Jahren mit meinem Vater einkaufen“, erklärt Stojetz, der täglich zur Hochschule der bayerischen Wirtschaft in München pendelt. Als Mannsbild würde er sich selbst allerdings nicht bezeichnen. „Ich war da mit Abstand der Jüngste.“

Stojetz vermutet, dass er aus Sympathiegründen ausgewählt wurde. „Es ging nicht allein ums Aussehen.“ Beim Casting im Audi-Dome musste er über einen roten Teppich laufen und sich mit ein paar Sätzen vorstellen. Der 18-Jährige spielt gerne Golf und macht Taekwondo. „Das Interessante an der Kampagne ist, dass ganz verschiedene Leute dabei sind, keine perfekten Models. Ein Querschnitt sozusagen.“

Vielleicht hat ihm aber auch seine Erfahrung geholfen. Ab seinem achten Lebensjahr war der Tölzer beispielsweise Moderator der jungen Akademie im Residenztheater, wo er für die jungen Zuschauer Theaterleute auf der Bühne interviewt hat. „Das hat mir viel fürs Selbstbewusstsein und freie Reden gegeben.“

Seine Karriere begann aber schon viel früher: Mit vier, fünf Jahren war er das Gesicht in verschiedenen Familienzeitungen und bei einer Lego-Werbung. „Meine Mutter ist da sehr bemüht.“ Dabei stand der Spaß aber im Vordergrund. „Ich musste da eine Kutsche in eine Burg reinfahren“, erinnert er sich.

Aufgeregt war er natürlich trotzdem ein bisschen, als er schließlich im Münchner Studio für Hirmer vor der Kamera stand. Die Fotografin Gabriele Oestreich-Trivellini, genannt „Gabo“, hat unter anderem schon mit Til Schweiger, Eric Clapton und Herbert Grönemeyer gearbeitet.

Und vor ihr musste er mit nacktem Oberkörper posieren. Überraschenderweise „war das überhaupt nicht unangenehm, die Stimmung war total entspannt“, sagt der 18-Jährige. Alle seien sehr nett gewesen. „Das ganze Team hat zusammengearbeitet, damit du das Beste aus dir rausholst.“

Es sei freilich ungewöhnlich, locker vor der Kamera zu sein und rumzuprobieren. „Das ganze Team steht um einen rum und jemand von der Maske zieht noch eine Strähne zurecht.“ Dennoch würde Stojetz nicht Nein sagen, wenn sich nochmal eine Gelegenheit zum Modeln ergibt. „Die Fotos sind klasse geworden.“

Hauptberuflich hat der 18-Jährige aber andere Pläne. Er studiert internationales Management im ersten Semester. „Ich hab’ mich noch nicht festgelegt, in welche Richtung ich gehe, aber es dreht sich alles um Wirtschaft und Unternehmensführung.

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