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Die Tölzer Marktstraße wird auch als Festsaal des Oberlands bezeichnet.

Stadt lässt ihn sitzen

„Selber schuld“: Wirt kauft 84 senfgelbe Vollplastik-Stühle - und darf sie nicht aufstellen

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Die Stadt hat ein genaues Auge darauf, was in der Tölzer Marktstraße gestalterisch passiert. Und senfgelbe Stühle gefallen der Stadt überhaupt nicht.

Bad Tölz– Bereits 2010 hat der Stadtrat daher beschlossen, dass Gastronomiebetriebe, die beispielsweise neue Stühle und Sonnenschirme für die Freiflächen bestellen, dafür erst einmal die Erlaubnis der Stadt einholen müssen. „Nahezu alle haben sich daran gehalten“, sagte Stadtbaumeister Hannes Strunz in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. 

Ein Café in der Marktstraße allerdings kaufte eine neue Möblierung, ohne vorher anzufragen, ob die Gestaltung mit den Vorgaben der Stadt konform geht. Hätten die Cafébetreiber das getan, hätten sie jetzt kein Problem: Denn die Ausschussmitglieder wollten sich mit den 84 senfgelben Vollplastikstühlen und den zu großen Sonnenschirmen nicht anfreunden. Bei den Stühlen genehmige man eigentlich nur noch Klappmodell in Flechtoptik oder aus Holz. Bei Schirmen sei eine maximale Seitenlänge von 3,50 Meter zugelassen. Die am Café aufgestellten übertreffen dieses Maß mit 5,50 Metern bei Weitem. „Ich kann nicht empfehlen von den Richtlinien abzuweichen“, sagte Strunz.

Das sah der Ausschuss ganz genauso und lehnte die Zulassung der Möblierung in dieser Form einstimmig ab. Camilla Plöckl (SPD): „Wir sollten bei den Regeln bleiben. Der Cafébetreiber ist selber schuld, wenn er nicht vorher fragt, sondern einfach kauft.“

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