+
„Eine sehr wandlungsfähige Künstlerin“: Die gebürtige Chilenin Blanca Gleisner tritt zusammen mit Hansjörg Albrecht zur Eröffnung der Tölzer Orgelfesttage auf.

Tölzer Orgelfesttage beginnen

Ein seltenes Zusammenspiel

  • schließen

Zum Auftakt der Tölzer Orgelfesttage gibt es am Freitag, 5. Mai, ein ganz besonderes Konzert: Organist Hansjörg Albrecht wird von Blanca Gleisner an der Oboe begleitet – ein Zusammenspiel, das nur selten zu hören ist.

Bad Tölz – Albrecht ist Künstlerischer Leiter der Tölzer Orgelfesttage. Das Konzert in Bad Tölz wird sein einziger Auftritt in Bad Tölz sein, denn Albrecht ist international gefragt. Nicht nur als Leiter des Münchner Bachchors, sondern zunehmend auch als Dirigent. So wird der Münchner heuer erstmals zwei Opern dirigieren, nämlich in Italien. Zudem wird er mit dem Bach-Orchester nach Japan reisen. „Aber die Orgel ist sein Steckenpferd, und wir freuen uns sehr, dass er uns treu bleibt“, freut sich Sepp van Hüllen, Vorstand des Vereins der Orgelfreunde im Tölzer Land. Es ist vor allem dem Engagement von van Hüllen zu verdanken, dass die Tölzer Orgelfesttage nun seit neun Jahren stattfinden.

Der Gaißacher ist selbst großer Orgel-Liebhaber und hat einige der auftretenden Künstler auf internationalen Festivals erlebt – zum Beispiel Blanca Gleisner, die nun nach Bad Tölz kommt. „Sie ist eine sehr wandlungsfähige Künstlerin“, sagt van Hüllen. Gleisner ist gebürtige Chilenin und hat in Hannover studiert. Derzeit ist sie Solo-Oboistin am Sinfonieorchester Aachen. Die Leidenschaft für Kammermusik führte Gleisner zu verschiedenen Festivals und Konzerten in ganz Europa und in ihre Heimat. Die 38-Jährige arbeitet aber auch mit großen Orchestern wie den Bochumer Symphonikern oder der Komischen Opern Berlin zusammen.

Gemäß dem Motto der Orgelfesttage „Von der Moldau an die Donau“ führen Albrecht und Gleisner in der Tölzer Stadtpfarrkirche Kompositionen aus Tschechien, Ungarn und der Slowakei auf. Einige der Werke hat Albrecht eigens für die Orgel transkribiert. Das Programm umfasst Werke aus Spätbarock, Klassik und Moderne, etwa von Jan Zelenka, Antonin Dvorak, Franz Liszt, Zsolt Gárdonyi und Petr Ebn.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr in der Tölzer Stadtpfarrkirche. Der veranstaltende Verein hat nach acht Jahren die Preise erhöht. Der Eintritt kostet heuer 20 Euro (bislang: 15 Euro), ein Abo für alle vier Konzerte kommt auf 70 Euro (statt bislang 50 Euro).

Als Grund nennt van Hüllen gestiegene Kosten für die anreisenden Künstler sowie die Tatsache, dass auch die Kirche die Mietpreise erhöht habe. „Im Vergleich sind wir aber immer noch günstig“, sagt der Vereinsvorsitzende. Schließlich erlebe man in Tölz Künstler von Weltrang, für die man andernorts wesentlich mehr bezahlen müsse. Die Preise für Jugendliche und Auszubildende bleiben aber unverändert (7,50 Euro), und Schüler bis 12 Jahre dürfen nach wie vor kostenlos ins Konzert.

Das Konzert

findet am Freitag, 5. Mai, um 19.30 Uhr in der Tölzer Stadtpfarrkirche statt. Karten gibt es an der Abendkasse sowie vorab bei der Tourist-Info und bei der Buchhandlung Winzerer. Weitere Infos auf www.toelzer-orgelfesttage.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kommentare