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In der Tölzer Marktstraße laufen die Aufbauarbeiten für den Ostermarkt.

Interview

Tölzer Ostermarkt eröffnet am Freitag: 35 Stände und neue Gesichter

Der Tölzer Ostermarkt wird am Freitag eröffnet und lädt zehn Tage lang zum Bummeln ein. Zum Start beantwortet Susanne Frey-Allgaier, stellvertretende Kurdirektorin, die wichtigsten Fragen.

Bad Tölz– Zum zweiten Mal findet heuer der „Tölzer Ostermarkt“ unter der Regie der städtischen Tourist-Info statt. Er wird am morgigen Freitag, 23. März, eröffnet, dauert bis zum Ostermontag, 2. April, und ist täglich (außer Karfreitag) von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die stellvertretende Kurdirektorin und Marktchefin Susanne Frey-Allgaier verrät im Vorfeld, auf was sich die Besucher freuen dürfen.

-Wie „wertvoll“ ist der Ostermarkt für Bad Tölz?

Aus meiner Sicht ist der Ostermarkt für die Stadt extrem wichtig, mit einer sehr hohen Wertigkeit. Er ist etwas ganz Besonderes. Vor allem sind wir damit im Oberland wesentlich konkurrenzloser als mit dem Christkindlmarkt. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb möchte ich in den kommenden Jahren noch mehr den Fokus darauf legen.

-Zum Christkindlmarkt rücken ja gerne mal ganze Busladungen an Besuchern an. Wie ist das beim Ostermarkt?

Wir versuchen schon, auch die Leute dafür zu begeistern. Aber da ist natürlich noch Luft nach oben.

-Auf was dürfen sich die Besucher denn heuer freuen?

Es gibt etwa 35 Stände. Dabei sind auch wieder einige neue Sachen. Als Rückkehrer freuen wir uns auf Blumen Fritz. Blumen und Gestecke gehören zum Frühjahr einfach mit dazu. Neu ist Alpenstick aus der Jachenau. Die machen echt witzige Filzartikel. Ein weiterer neuer Standlbetreiber bietet Edelsteindekorationen und Räucherwerk an. Im Bereich Kulinarik ist heuer zum ersten Mal der Tölzer Biomarkt Bio-Delikat mit seinen Burgern dabei.

-Sind Sie heuer mit der Mischung aus Kunsthandwerk und Gastronomie zufrieden?

Das passt durchaus. Es sind lediglich etwa 20 Prozent Gastro-Stände. Freilich darf man dabei aber nicht vergessen, dass es deutlich einfacher ist, Kunsthandwerker für zehn Tage Ostermarkt zu begeistern, als für vier Wochen Christkindlmarkt.

-Der Zehn-Tage-Zeitraum hat sich also bewährt?

Durchaus, sowohl bei den Besuchern als auch bei den Anbietern. Mittelfristig ist hier keine Veränderung geplant.

-Wie sieht es heuer mit dem Rahmenprogramm aus?

In diesem Jahr bleibt es nur beim verkaufsoffenen Marktsonntag am Palmsonntag ab 13 Uhr. Dazu gibt’s aber ein tägliches Kinderprogramm des Montessori-Vereins, Mitmach-Aktionen der Tölzer Kräuterpädagogen und Naturcoaches sowie ein begleitendes, umfangreiches Programm im Stadtmuseum. Dazu kommt unser Osterhasen-Gewinnspiel mit vielen Marktstraßen-Geschäften.

-Um was geht es beim Gewinnspiel?

In vielen Schaufenstern verstecken sich Osterhasen, die gezählt werden müssen. Seine Tipps, wie viele Hasen es sind, kann man im Museum abgeben. Zu gewinnen gibt es „Tölzer“-Wertgutscheine.

-Soll beim Rahmenprogramm künftig noch etwas nachgebessert werden?

Auf jeden Fall. Wir sind an einem Konzept dran. Wir hatten heuer auch schon ein, zwei Sachen angefragt, haben aber Absagen bekommen, weil Ostern so früh im Jahr und es dementsprechend kalt ist. Aber für nächstes Jahr möchten wir schon ein größeres Rahmenprogramm auf die Beine stellen.

-Apropos kalt: Haben Sie sich eigentlich die Wetterprognosen für die kommenden zehn Tage angeschaut?

Ja, leider sieht es sehr durchwachsen aus. Ich bin aber froh, dass zumindest für den verkaufsoffenen Sonntag am 25. März die Aussichten einigermaßen vernünftig sind.

-Notfalls muss man halt Glühwein auf dem Ostermarkt ausschenken...

(lacht) Ich bin sicher, dass es den geben wird.

Die Fragen stellten
Ewald Scheitterer und
Veronika Ahn-Tauchnitz

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