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Am Sonntag war zwischen den Ständen am Tölzer Ostermarkt kaum noch ein Durchkommen.

“So viele Leute wie nie“

Tölzer Ostermarkt: Rekordverdächtig am verkaufsoffenen Sonntag

Das Geschäft brummte, zwischen den Ständen wurde es zeitweise richtig eng: Der verkaufsoffene Sonntag und das Sommer-Wetter bescherten dem Tölzer Ostermarkt einen Besucherandrang wie selten zuvor.

Bad Tölz – Wolkenloser Himmel, Sonne, geöffnete Geschäfte – und dazu der Ostermarkt: Diese Kombination sorgte am Sonntag für einen rekordverdächtigen Andrang in der Tölzer Marktstraße – ein guter Einstand für die Tourist-Info, die heuer erstmals die Regie auf dem Markt übernommen hat.

„Wir sind seit über zehn Jahren hier am Ostermarkt vertreten“, sagt Egon Kaiser, Betreiber des Stands „Tölzer Zuckerl“. Seine Bilanz nach dem ersten, besucherstarken Wochenende: „Heuer sind es so viele Leute wie noch nie.“ Auch mit dem Umsatz der Verkäufe seiner Schokofrüchte und Mandeln sei er sehr zufrieden.

Der Sonntag brachte wohl allen Ständen und Geschäften in der Marktstraße satte Einnahmen. Da stimmt auch Peter von der Wippel zu: „Der Umsatz stimmt, es waren viele Leute da. Berufstätige nutzen diesen Tag besonders gern.“ Der Chef von „Sport Peter“ findet, dass verkaufsoffene Sonntage vor allem dann gut funktionieren, wenn das Rahmenprogramm stimmt – so wie beim Ostermarkt.

Eis und ländliche Malereien

Auf dem Markt ist Inge Rödl bereits seit etwa 15 Jahren vertreten. „Am Sonntag war die Hölle los. Es war ein guter Tag für uns“, sagt die Standbetreiberin. Sie verkauft jedes Jahr ihre ländlichen Malereien zu Ostern. Ihr Café an der Marktstraße hat die Familie Volkland vergangenes Jahr geschlossen – auf dem Ostermarkt aber ist der Familienbetrieb wieder in der Innenstadt präsent. „Bei uns ist das Eis am besten gegangen“, verrät Christine Volkland. Bei den sommerlichen Temperaturen war das kein Wunder. Volkland ist zudem überzeugt, dass mehr Menschen den Weg in die Marktstraße finden, wenn die Geschäfte ebenfalls am Sonntag ihre Türen geöffnet haben.

„Hut und Tracht“ ist erst seit wenigen Tagen in Bad Tölz vertreten. „Wir sind noch so frisch, da kommen natürlich ganz viele Interessierte zu uns“, hat Pankraz Schaberl beobachtet, der den Laden führt. „Die Leute bummeln zwar eher, aber man bleibt im Gespräch, wenn man offen hat.“ Er ist der Meinung, dass sich der verkaufsoffene Sonntag auf jeden Fall rentiert. „Vor allem, wenn das Wetter so mitspielt wie am Sonntag.“

„Wenn das Wetter schön ist, läuft das Geschäft immer“

Das sieht Sylva Niemann von „Spielwaren Krömer“ genauso: „Wenn das Wetter schön ist, läuft das Geschäft immer.“ Für ihr Empfinden war der Samstag allerdings verkaufsstärker als der Sonntag. Gut findet sie das Einkaufen außerhalb der Geschäftszeiten trotzdem. „Die drei Sonntage im Jahr sind schon wichtig, aber mehr hätten keinen Sinn.“

Dem stimmt Stefan Zauner, Inhaber des gleichnamigen Schreibwarenladens, zu: „Das reicht völlig. Man muss auch an die Familien denken, die dahinterstehen.“ Grundsätzlich befürwortet er den verkaufsoffenen Sonntag aber. „Ich finde es gut, wenn der Handel in solche Aktionen der Stadt mit einbezogen wird.“ Auch mit der „super Frequenz“ sei er durchaus zufrieden.

Tamara Scheid

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