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Herzkino: Marie (Christine Eixenberger) und Stefan (Stefan Murr) genießen ihre Zweisamkeit in der Umgebung von Wildegg.

Tölzer Schauspieler dreht fürs ZDF

Stefan Murr ist wieder Feuer und Flamme

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Der Tölzer Schauspieler Stefan Murr steht wieder fürs ZDF vor der Kamera. Nahe Murnau, Bad Bayersoien und in Münsing werden zwei neue Folgen für „Marie fängt Feuer“ gedreht.

Bad Tölz-Wolfratshausen –  Ein Thema darin ist die Arbeit der Feuerwehr. Die ersten beiden Folgen wurden im Winter 2016 gesendet und kamen beim Fernsehpublikum sehr gut an.

Stefan Murr spielt in der Serie den Feuerwehrkommandanten Stefan Weingartner. Er ist allein erziehender Vater und mit Marie Reiter (gespielt von Christine Eixenberger) liiert, ebenfalls alleinerziehend. Die Rolle des Kommandanten hat er von Maries Vater, gespielt von Wolfgang Fierek, übernommen. Maries Mutter wird von der bekannten Schauspielerin Saskia Vester dargestellt.

Murr freut sich, dass es mit den Folgen weitergeht. Denn: „Eine Serie habe ich bislang noch nie gedreht.“ Es sei schön, wieder in eine bekannte Rolle zu schlüpfen. „Ich mag diese Figur, sie ist sympathisch.“ Im Mittelpunkt der beiden neuen Folgen, die im Fernsehen jeweils 90 Minuten dauern, steht das Familienleben der Figuren. Das Haus im fiktiven Ort Wildegg steht eigentlich in Münsing, berichtet Murr.

Für Spannung im Film sorgen die Feuerwehr-Einsätze: ein Großbrand auf einem Reiterhof, ein Verkehrsunfall und die Rettung eines Kindes aus einem Brunnenschacht werden thematisiert. Allzu viel darf Murr nicht verraten.

Für die professionelle Arbeit und Beratung am Set stehen Mitglieder der Feuerwehr Seehausen am Staffelsee bereit, allen voran der ehemalige Kommandant Martin Bierling. „Ich setze mich dafür ein, dass unsere Arbeit so realitätsnah wie möglich gezeigt wird“, sagt Bierling. Das sei gar nicht so leicht – denn die Vorstellungen von Kameramann und Regisseur seien häufig anders. „Aber wir setzen uns da schon durch“, sagt Bierling. Die Zusammenarbeit mit allen Film-Beteiligten sei jedenfalls sehr gut. „Wir werden ernst genommen.“

Je nach Dreh-Vorlage stehen zwei bis zehn Feuerwehrmänner aus Seehausen und den Nachbarwehren als Komparsen vor der Kamera. „Es ist gar nicht so leicht, das zeitlich alles zu schultern“, sagt Bierling. Schauspieler Stefan Murr ist für die Unterstützung aber sehr dankbar. „Mir war bislang nicht bewusst, wie viel Fachwissen ein Feuerwehrler hat, und auch, wie anstrengend diese Arbeit ist.“ Durch die professionelle Unterstützung habe er viel gelernt. „Ich sehe jetzt viele Dinge ganz anders“, sagt der 41-Jährige. „Vorher hatte ich keine Ahnung, wie man einen Schlauch hält.“

In einigen Szenen werden die Schauspieler von den Floriansjüngern gedoubelt, etwa, wenn Atemschutzträger in ein Gebäude eindringen müssen. „Das kann man nicht so ohne Weiteres machen“, sagt Bierling. Wenn die Feuerwehrleute vor der Kamera stehen, wird das Einsatzfahrzeug bei der Rettungsleitstelle abgemeldet, erklärt Bierling. Bei einem echten Einsatz übernehmen dann die Nachbarwehren den Dienst. Und für ein Feuer am Drehort wird natürlich kein bestehendes Gebäude abgefackelt. „In der Regel wird eine Fassade gebaut, die dann von Pyrotechnikern kontrolliert in Brand gesetzt wird“, erklärt Murr. „Der Rest ist dann Nachbearbeitung am Bildschirm.“

Ist der Film eigentlich Image-Werbung für die Feuerwehr? Bierling bezweifelt das: „Ich glaube nicht, dass wir mit der Ausstrahlung an einem Sonntagabend in der Reihe ,Herzkino‘ Jugendliche erreichen“, sagt er. „Außerdem wird über die Arbeit der Feuerwehr nicht wirklich detailliert berichtet.“ Den Nachwuchs könne man bei einem Tag der offenen Tür oder mit Vorführ-Aktionen über Technik besser ansprechen.

Die Dreharbeiten dauern noch bis Anfang August. Laufen die neuen Folgen wieder so erfolgreich, werde man 2018 gleich mehrere Episoden produzieren, sagt Murr. Er hat derzeit auch an anderer Stelle gut zu tun: Im Oktober erscheint ein neues Märchen-Hörbuch, das er zusammen mit seinem Kollegen Heinz-Josef Braun auf Bairisch spricht.

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