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Amtsgericht

Security-Mitarbeiter beleidigt: 21-Jähriger verurteilt

Wenn man beleidigt wird, gibt einem das nicht das Recht, einfach zurück zu beleidigen. Dieser Erkenntnisgewinn kostet einen 21-jährigen Asylbewerber 300 Euro.

Bad Tölz Auf diese Summe beläuft sich ein Strafbefehl, der gegen den jungen Mann aus Sierra Leone ergangen war: Er hatte in seiner Unterkunft einen Sicherheitsmitarbeiter mit der unter jungen Leuten gängigen Redewendung „fuck you“ bedacht.

Weil er gegen den Strafbefehl Einspruch einlegte, kam es zur Verhandlung vor dem Amtsgericht in Wolfratshausen. Dort schilderte der Angeklagte detailliert, wie er am 27. Februar dieses Jahres um kurz nach sieben Uhr vor der Schule noch eine Zigarette rauchen wollte. Weil es geschneit hatte und draußen kalt war, zündete er sich den Glimmstängel im Waschraum an. Vor dem geöffneten Fenster, wie der Schüler betonte. Irgendwann sei der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gekommen und habe ihm gesagt, er dürfe dort nicht rauchen. „Ich machte die Zigarette aus und ging in mein Zimmer“, ließ der Beschuldigte die Dolmetscherin übersetzen. „Er ging mir nach und fragte, warum ich da geraucht habe. Ich habe nicht geantwortet, ich wollte zur Schule“, sagte der 21-Jährige. Und: „Ich wollte meine Privatsphäre geachtet haben. Aber er ging nicht raus.“

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 Dann habe der Security-Mitarbeiter zuerst ihn beleidigt. „Er sagte: fuck you“, erklärte der Angeklagte auf die Frage des Richters. „Dann habe ich auch ,fuck you‘ gesagt.“ Sich deshalb zu entschuldigen, habe er nicht für nötig erachtet. „Ich dachte nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe. Er hat mich doch auch beleidigt.“

 Richter Helmut Berger erklärte dem jungen Mann, dass das in Deutschland nicht erlaubt sei. Und dass die 30 Tagessätze aus dem Strafbefehl eine angemessene Strafe seien – angesichts der Tatsache, dass der Angeklagte bereits 2016 wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu vier Wochen Jugendarrest verurteilt worden war. Nach einer kurzen Besprechung mit seinem Verteidiger erklärte der Schüler, dass er den Einspruch zurücknehme und die Strafe akzeptiere.  rst

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