Die 63 Musiker der Tölzer Stadtkapelle schwärmten von der tollen Akustik im Regentenbau in Bad Kissingen, dem Wahrzeichen der Stadt in Unterfranken. Fotos: Stadtkapelle

Tölzer Stadtkapelle in Bad Kissingen auf Platz vier gelandet: 

„Müssen uns bayernweit nicht verstecken“

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Bad Tölz - Nach der Siegerehrung knallten die Sektkorken – und auch die Tölzer stießen an. „Wir sind auf einem hervorragendem vierten Platz gelandet“, sagte Dirigent Josef Kronwitter am Donnerstagabend kurz nach der Preisverteilung des Oberstufen-Wettbewerbs in Bad Kissingen.

Mit einem hauchdünnen Rückstand auf Platz drei (drei Punkte) landeten die Tölzer hinter der Blaskapelle Thannhausen (Kreis Günzburg/Bezirk Schwaben). Den Sieg holte sich Erkheim (Kreis Unterallgäu/Schwaben; 475 Punkte)  vor Dinkelscherben (Kreis Augsburg/Schwaben). Die Tölzer sind aber bestes Blasorchester im Bezirk Ober- und Niederbayern.

 „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Kronwitter. Das Niveau des Wettbewerbs sei in den vergangenen Jahren gestiegen. „Es ist nicht leicht, ganz vorne dabei zu sein.“ Die anderen seien einfach besser gewesen. Insgesamt waren in Bad Kissingen neun Blasorchester aus ganz Bayern am Start. Die Tölzer mussten ein Pflichtstück und ein selbstgewähltes Werk aufführen. Kronwitter ist mit der Leistung seines Orchesters vollauf zufrieden. „Musikalisch haben wir auf jeden Fall so gespielt, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Für den „tollen Klang“ sei die Stadtkapelle anschließend von den Berufskollegen gelobt worden. „Wir müssen uns bayernweit wirklich nicht verstecken“, sagte der Sachsenkamer.

Sind stolz auf die Urkunde: Dirigent Josef Kronwitter (vorne, 2.v.li.) und Vorstand Martin Schnitzer (li.) 

Warum die anderen besser waren, darüber konnte sich Kronwitter am gestrigen Feiertag kein Urteil bilden. Weil die Tölzer die längste Anreise hatten, waren sie das letzte Ensemble, das nachmittags auf der Bühne stand. In der Jury saßen renommierte Musiker. Auch Paul Lehrieder, Präsident der Bundesvereinigung deutscher Musikverbände (BDMV), war in Bad Kissingen. 

„Wir sind stolz, hier dabei gewesen zu sein“, sagte Kronwitter. Vor allem auch, weil man viele junge Musiker im Ensemble habe, die teils noch über wenig Wettbewerbserfahrung verfügen. „Wir gehören weiterhin zur Spitze in Bayern. Darauf sind wir alle stolz.“ 

„Natürlich werden wir jetzt im Bus feiern“, sagte Stadtkapellen-Vorstand Martin Schnitzer (20) kurz vor der Heimreise nach Bad Tölz. „Die Stimmung ist super. Klar, die drei Punkte auf Platz drei sind echt dünn. Aber so ist es halt.“

 Wegen der relativ weiten Anfahrt nach Unterfranken hatten nur wenige Tölzer die Stadtkapelle zu dem Wettbewerb begleitet. Einer von ihnen war Matthäus Hammerl, Bezirksleiter des Musikbunds Ober- und Niederbayern. Auch er zollte der Kapelle großen Respekt: „Hut ab. Mit so einem jungen Ensemble auf Platz vier zu landen, das muss man erstmal schaffen.“ In der Bezirkswertung Ober- und Niederbayern sei die Tölzer Stadtkapelle zum vierten Mal auf Platz eins. „Und das ist ganz hervorragend. Man kann nicht jedesmal Meister sein.“

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