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In der Stadtpfarrkirche findet das Mozart-Konzert statt.

Konzert in der Tölzer Stadtpfarrkirche

Vorfreude auf ein großes Klangerlebnis

Der Kirchenchor und das Symphonieorchester der Stadtpfarrkirche gestalten am Samstag gemeinsam ein Mozart-Konzert. 

Bad TölzEin sehr ungewöhnlicher Mozart, dazu noch unvollendet, kommt am Sonntag, 13. Oktober, in der Tölzer Stadtpfarrkirche zur Aufführung. Seine c-Moll-Messe, auch „Große Messe“ genannt, führen der Kirchenchor und das Symphonieorchester der Stadtpfarrkirche auf.

Bei den Solisten setzt Leiter Christoph Heuberger wieder auf die lokalen Größen Barbara Hölzl (Alt) und Thomas Stimmel (Bass). Anna Karmasin (Sopran) tritt zum wiederholten Male in Bad Tölz auf, und Tenor Michael Nowak vollendet die Einzelstimmen. „Zu spüren ist die Beschäftigung Mozarts mit Musik von Händel und Bach“, erklärt Chorleiter und Dirigent Christoph Heuberger. Das ist im Chorruf „in excelsis“ zu hören, der wie das berühmte „Halleluja“ klingt. Aber das tief dramatische „Qui tollis“ ist ein herzzerreißender Mozart. „Die musikalische Ausdruckskraft erreicht eine Tiefe, die dieses Werk neben die h-Moll-Messe von Bach und Beethovens ,Missa solemnis‘ stellt“, so Heuberger.

Stimmen aus den Reihen der Tölzer Chorsänger geben ganz persönliche Einblicke in dieses bewegende Werk. Dem Prädikat „anspruchsvoll“ stimmen alle zu. Christoph Wegmann, Tenor und ehemaliger Solist bei den Tölzer Sängerknaben, prägte sich das Werk beim ersten Anhören gar nicht so ein. „Erst beim Erarbeiten wird es hochinteressant, und es ist sehr schön.“ Sein Knabenchor-Kollege, Bass Michael Lindmair, gibt zu: „Da muss selbst ich wieder Noten üben, aber gerade das macht diese Messe aus.“

Vor allem die Koloraturen mussten sich die Sänger hart erarbeiten, unterstützt durch viele Stimmproben von Heuberger, zusätzlich angeboten zur üblichen Mittwochsprobe. „Aber je besser man sie beherrscht, desto mehr kann man das ausdrucksstarke Werk genießen“, freut sich Altistin Barbara Altnöder. Andrea Gierens (Sopran) beschreibt die Wirkung der Stimmproben: „Hier kam jede Unsicherheit in den Noten auf, da man sich in kleineren Gruppen nicht hinter jemand anderem ,verstecken‘ konnte.“ Belohnt werden die Fleißigen mit dem großen Klangerlebnis: „An manchen Stellen singt man sich regelrecht in einen Rausch“, so Gierens.

Hätte Mozart die Messe vollendet, wäre im Konzert zeitlich kein Platz mehr gewesen für ein anderes Werk. So aber nahm Heuberger noch die „Sinfonia concertante“ hinzu. Seine Tochter Elisabeth (Violine) spielt es mit dem Konzertmeister des Münchner Nationaltheaters, Markus Wolf (Bratsche). (bib)

Weitere Infos

Das Kirchenkonzert in der Tölzer Stadtpfarrkirche beginnt am Sonntag, 13. Oktober, um 17 Uhr. Karten gibt es zwischen 12 und 26 Euro im Vorverkauf bei der Tourist-Information am Max-Höfler-Platz und an der Abendkasse.

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