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Damit alle Bedürftigen versorgt werden können, braucht die Tölzer Tafel Unterstützung. 

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Tölzer Tafel sucht Mitstreiter

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Egal, ob nur eine Schicht oder den ganzen Tag: Für die samstägliche Verteilung der Lebensmittel werden weitere Helfer gebraucht. Auch Fahrer sind gefragt.

Bad Tölz So dramatisch wie in Wolfratshausen ist die Lage nicht. Dort stand die Verteilstation der Geretsrieder- Wolfratshauser Tafel wie berichtet auf der Kippe, weil es zu wenig Helfer gab. Aber auch Dagmar Karl, Sprecherin der Tölzer Tafel, sagt: „Wir könnten mehr Helfer brauchen.“ Derzeit sind samstags in den zwei Verteilstellen in der Süd- und der Lettenholzschule vor allem rüstige Rentner im Einsatz. Falle jemand beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen länger aus, lasse sich das schwer kompensieren, sagt Karl.

80 Helfer stehen auf ihrer Liste. „Aber bestimmt über 20 davon sind nicht mehr aktiv“, erklärt die Tölzerin. Sie würde sich durchaus auch über jüngere Helfer freuen. „Aber die jüngeren sind unter der Woche einfach beruflich so eingespannt, dass ein Einsatz am Wochenende schwierig ist. Deshalb habe ich überhaupt nichts gegen rüstige Rentner.“

Haupteinsatztag bei der Tölzer Tafel – sie gehört übrigens zum BRK – ist Samstag. Der beginnt für das Organisationsteam, das alles vorbereitet und koordiniert, schon morgens. Auch Fahrer und Beifahrer starten vormittags. Sie sammeln mit dem Tafelwagen bei Supermärkten, Bäckern und anderen Läden die Lebensmittel ein, die später an Menschen, die nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens stehen, verteilt werden. Eine zweite Sammeltour schließt sich nachmittags an.

Ab 14.30 Uhr beginnt die Schicht der Verteiler. In der Südschule wird beim angelieferten Obst und Gemüse geprüft, was noch zum Verzehr geeignet ist. Alles kommt fein säuberlich sortiert in Kisten und wartet auf die Tafel-Kunden. Dasselbe geschieht mit Brot, Semmeln, Gebäck, Milcherzeugnissen und Wurst. Nach dem Sortieren bleibt für die Helfer oft Zeit für eine kleine Kaffeepause und zum Ratschen. Dann wird die Hälfte der Ware eingepackt und in die Lettenholzschule gefahren. Dort beginnt um 17 Uhr die erste Verteilung. Um 18.30 Uhr schließt sich in der Südschule die zweite Ausgabe an.

An rund 300 Menschen hat die Tafel Ausweise, die zum Abholen berechtigen, ausgegeben. Auf jedem ist vermerkt, wie viele Personen zu Hause versorgt werden müssen. „Bei manchen stehen bis zu sieben Familienangehörige dahinter“, sagt Dagmar Karl. Sie geht davon aus, dass die Tafel insgesamt rund 600 Menschen erreicht. Die Dienste der Verteiler können flexibel gestaltet werden. Wer mag, arbeitet den ganzen Nachmittag. Es gibt aber auch Schichten von 14.30 bis 18 Uhr und 18 bis 20 Uhr. Die meisten Helfer tragen sich einmal im Monat für einen Dienst ein. Das gilt auch für die Fahrer. „Es wäre gut, wenn die auch am Freitag schon ein bisschen Zeit hätten“, sagt Karl. Dann kann nämlich beim ersten Betrieb für die Samstagsverteilung abgeholt werden. Auch am Mittwochabend gibt es eine kleine Tour, für die Fahrer gebraucht werden.

Wer hilft?

Wer Lust hat, mal in die Arbeit bei der Tölzer Tafel hineinzuschnuppern, meldet sich bei Dagmar Karl unter der Telefonnummer 0 80 41/ 7 93 52 21 oder per Mail an toelzer-tafel@kvtoel.brk.de

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