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Tennisspielen unter Luftkissen: Das ist zum Beispiel in der Traglufthalle in Dürnbach im Nachbarlandkreis Miesbach möglich.

Rot-Weiß Bad Tölz

Tölzer Tennisclub dementiert Gerüchte: Traglufthalle soll kommen

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Der Tölzer Tennisclub will eine Traglufthalle errichten, um auch im Winter spielen zu können. Ein Investor stellt dafür 200 000 Euro zur Verfügung.

Bad Tölz – In diesem Fall ist ein Gerücht wirklich nur ein Gerücht: Die Pläne des Tölzer Tennisclubs Rot-Weiß für eine beheizbare Traglufthalle sind nicht in sich zusammengefallen. Das bestätigt TC-Vorsitzender Florian Rasch auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Es nimmt alles seinen Lauf“, sagt Rasch. Derzeit fertige ein Architekt die Pläne für das Projekt an der Allgaustraße an, danach geht der Bauantrag an die Stadt und das Landratsamt. Rasch ist „positiv gestimmt“, dass beide Behörden grünes Licht für die Traglufthalle geben. Eine Prognose, wann zwei der neun Plätze dorthin verlegt werden könnten, will Rasch nicht abgeben. „Da bin ich ganz vorsichtig.“

Florian Rasch, Vorsitzender des Tölzer Tennisclubs Rot-Weiß.

Vermutlich hat der Vorsitzende des Tennisclubs aber nichts dagegen, wenn die Traglufthalle zügig in Betrieb genommen werden könnte. Aktuell spielen die Aktiven der rund 300 Mitglieder im Winter in der Heilbrunner Tennishalle. Doch wird Betreiber Hans Demleitner bald abreißen lassen, die Gemeinde plant ein Wohngebiet auf dem Areal. Will der TC Rot-Weiß auch weiterhin im Winter spielen, braucht er eine Alternative.

Wie berichtet, stimmten die Mitglieder im Herbst des vergangenen Jahres deshalb bei einer außerordentlichen Sitzung für eine beheizbare Traglufthalle. Sie kostet den TC selbst nichts. Ein Investor – die Firma Aignerkarner Tennis and More aus Holzkirchen – stellt die benötigten 200 000 Euro zur Verfügung. Trotzdem werden die Mitgliedbeiträge wohl leicht steigen. Mit dem Geld plant der Verein, das Clubhaus zu sanieren. Der Bau stammt aus dem Jahr 1980, die sanitären Anlagen müssen erneuert werden. Der Club kalkuliert mit mindestens 50 000 Euro.

Bis es soweit ist, müssen die Pläne aber einige bürokratische Hürden nehmen: Der Bebauungsplan auf dem Areal gegenüber dem Freibad Eichmühle sieht ausschließlich Tennisplätze vor, keine Gebäude, erklärte Stadtbaumeister Hannes Strunz im Herbst auf Anfrage des Tölzer Kurier. Der einfachste Weg wäre, wenn das Landratsamt eine Befreiung für die Halle genehmigen würde. Andernfalls müsste der Stadtrat laut Strunz über eine Änderung des Bebauungsplans nachdenken.

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