Nutzt die pandemiebedingte Auszeit, um den ganzen Tag Musik zu machen: Linda Antonia Heue. Gerade hat sie den Song „Goodbye“ veröffentlicht.
+
Nutzt die pandemiebedingte Auszeit, um den ganzen Tag Musik zu machen: Linda Antonia Heue. Gerade hat sie den Song „Goodbye“ veröffentlicht.

Sechs Jahre nach Auftritt bei „The Voice of Germany“

Linda Antonia Heue: Ihr Herz gehört der Musik

  • vonInes Gokus
    schließen

Bekannt wurde sie 2014 durch die Talentshow „The Voice of Germany“. Doch was macht die Tölzerin Linda Antonia Heue eigentlich heute?

Bad Tölz - Was macht eigentlich die junge Sängerin Linda Antonia Heue? Die Tölzerin wurde bekannt, als sie 2014 bei der Talentshow „The Voice of Germany“ teilnahm. Seitdem hat sich viel für sie verändert: Aus der damaligen Schülerin mit der beeindruckenden Stimme ist eine selbstbewusste, kreative junge Frau geworden, die Musik über ihr eigenes Label produziert.

Seit vergangenen Herbst lebt sie in den Niederlanden, in Utrecht. Zusammen mit ihrem Freund Leon, der als Musiker den Künstlernamen „XavTheArtist“ trägt und dessen Bruder Jonas, ebenfalls Musiker, hat sie das Musiklabel „Digital Diamonds“ gegründet.

Das kreative Trio arbeitet gemeinsam. „Jeder kann von seinen Talenten etwas in die Mitte packen“, wie es die 23-Jährige nennt. Die Brüder rappen, jeder schreibt Texte, Antonia singt, „und die Jungs übernehmen den ,Producing part‘. Es ist ein gutes Gemeinschaftsprojekt.“

Aktuell haben sie mit „Goodbye“ wieder ein neues Lied herausgebracht. Anfang März folgt „Time of my Life“. Im Laufe des Jahres sollen es noch einige Singles mehr werden. Zu hören sind die Songs auf allen gängigen Streamingportalen wie Spotify und Youtube.

„Wollten einfach neu anfangen“

Linda Antonia Heue ist in Bad Tölz aufgewachsen, zwischendurch lebte sie ein paar Jahre in Berlin, machte dann aber ihr Abitur am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium. Nach „The Voice of Germany“ hat es noch eine Weile gedauert, bis sie künstlerisch bei sich selbst ankam und wusste, wohin es gehen soll. Sie absolvierte außerdem ein Studium in Wirtschaftspsychologie, das sie nun auch abgeschlossen hat.

Doch ihr Herz gehört der Musik, hier ist ihre künstlerische Heimat. Apropos Heimat – warum Utrecht? „Wir wollten einfach ein bisschen neu anfangen. München, wo wir vorher gelebt haben, ist schön, aber dort haben junge Künstler nicht so viele Möglichkeiten“, erzählt sie. In Bayern, so findet sie, wird Kunst nicht so unterstützt, dass junge Leute mit neuen Ideen davon profitieren würden. „In den Niederlanden ist das besser“, so Linda Antonia Heue. Natürlich ist ihr aber auch dort Corona dazwischen gekommen, auch wenn die Regeln anfangs noch nicht so streng waren wie in Deutschland. Doch jetzt sind auch dort die Lokale und Cafés zu und es gibt eine Ausgangssperre.

In Utrecht Auftrittsmöglichkeiten auf vielen kleinen Bühnen

Immerhin: Es gibt viele kleine Bühnen, wo es Auftrittsmöglichkeiten auch für noch unbekanntere Musiker gibt, „nicht nur Schickimicki-Nachtclubs“. Dennoch komme die Inspiration natürlich von den Leuten, und wenn das ganze Leben heruntergefahren ist, „ist da auch keine Inspiration mehr“. Im Moment muss sich die Sängerin um ihre Inspiration allerdings noch keine Sorgen machen, denn sie nutzt die pandemiebedingte Auszeit, um den ganzen Tag Musik zu machen. „Das macht mich superglücklich. Für mich ist diese Zeit sogar einigermaßen positiv, ich kann einfach kreativ sein“, sagt Heue.

Ziel ist es natürlich, irgendwann von der Musik leben zu können. Sie sei, so sagt sie, durch und durch Künstlerin. Momentan brauche es aber natürlich noch Nebenjobs, um die Miete bezahlen zu können. Mittlerweile gebe es aber auch Projekte mit englischen und deutschen Produzenten, und die Aussicht auf ein paar gute Deals. Unbedingt auf dem Plan hat Linda Antonia Heue jetzt aber erst einmal das Projekt „Holländisch lernen“. Wie lange sie allerdings in Utrecht bleibt, das steht in den Sternen. Denn irgendwann soll es Richtung Portugal gehen. „Musik machen kann man überall. Wenn wir unsere Kreativität ausleben können, geht es uns überall gut.“

Lesen Sie auch:

„Zu Beginn war der Lockdown ein Schock“: Corona stellt Alltag von Tele-Gym-Star auf den Kopf - viele Änderungen

Verhungern am gedeckten Tisch: Gastronomen im Landkreis fordern Öffnungsperspektive

Wer sind wir? – Bad Tölz sucht eine Stadtmarke

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare