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Herz und Seele: Marion-Kristina Mattern mit Pudeldame Giulia. 

Tierkommunikation: Frag’ nach beim Pudel

Bad Tölz - Haben Sie Ihre Katze schon mal um Rat in Beziehungsfragen gebeten? Oder sie gefragt, wo sie sich rumtreibt, wenn sie nicht zu Hause ist? Laut der Tölzerin Marion-Kristina Mattern ist das möglich – per Tierkommunikation.

Mattern (44) hat jahrelang als Hundenanny gearbeitet, mit einem Rudel täglich wechselnder, freilaufender Hunde. Sie beobachtete die Tiere, zog ihre Schlüsse daraus und holte sich Rat bei anderen „Hundeflüsterern“. „Tieren geht es um uns Menschen. Sie sind sehr bemüht, dass es uns gut geht.“ Dass Tiere als Therapeuten „arbeiten“, ist eigentlich keine Neuigkeit. Sie selbst ist in der Not darauf gekommen, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Die kleine Pudeldame „Giulia“ ist seit 13 Jahren fest an ihrer Seite – mit all ihrer hündischen Intuition. „Sie hat mich immer zu den passenden Menschen geführt,“ sagt Mattern.

Ihr erstes Büchlein „Tierkommunikation und andere Heilmethoden“ – im Eigenverlag erschienen – ist mein ganz handfester Leitfaden, um einen Hund „lesen“ zu lernen. „Hundeflüstern leicht gemacht“ gibt praktische Tipps im Umgang mit dem Tier. Im Unterschied zur Hundeschule werden hier keine Kommandos gelehrt, sondern es wird mit den natürlichen Regeln, wie sie auch innerhalb eines Rudels funktionieren, gearbeitet. Mattern liegt das Thema innere Heilung im wahrsten Sinn des Wortes auf der Seele. „Natürlich kann ich auch mich selbst fragen, wo es bei mir krankt, wo der Schmerz sitzt, aber dann müsste ich mich mit meiner eigenen Seele unterhalten, und das ist ja schon schwierig. Leichter ist es mit Hilfe von Tieren.“ Einfach ein Foto anschauen oder sich das entsprechende Tier vor Augen führen, bewusst atmen, und dadurch die rechte Gehirnhälfte aktivieren „und schon bin ich im Kanal, habe mich mit dem Geist und der Seele des Tieres verbunden“. Jetzt könne man dem Tier Fragen stellen und bekomme eine Antwort. „Tiere haben Zugang zu kosmischem Wissen.“ Dementsprechend könnten die Antworten als Bilder kommen, als ganz normales Gespräch oder durch therapeutisches Schreiben.

Dass diese Methode nicht allen Menschen als des Pudels Kern vorkommt, ist Mattern völlig klar. „Man kommt sich selber immer total verrückt vor, wenn man sich auf solche Ebenen begibt. Ich bin der größte Kritiker.“ Dennoch: Es auszuprobieren könne sich lohnen, denn „es klappt fast bei jedem, auch wenn man sich dessen nicht sofort bewusst ist. Tiere spiegeln nicht nur unsere Seele, sondern die Kommunikation unterliegt immer einer absoluten Logik.“

Mattern gibt auch Seminare in Tierkommunikation, organisiert regelmäßig ein „Rudelgassi“ in Bad Tölz und hat schon einen Kurs an der Tölzer VHS gegeben. Außerdem arbeitet sie als Betreuerin in einer Seniorenresidenz am Tegernsee, wo die Bewohner ihre geliebten Haustiere mitbringen können. „Ich habe gelernt: Tiere zeigen uns, was bedingungslose Liebe ist.“

„Hundeflüstern leicht gemacht“ ist auf Amazon zu finden; „Tierkommunikation und andere Heilmethoden“ im Moment nur bei der Autorin unter 01 75/3 63 68 93 oder auf www.hunde-service-pebbles.de

Ines Gokus

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