Großeinsatz am Schliersee - Schwimmer offenbar vermisst

Großeinsatz am Schliersee - Schwimmer offenbar vermisst
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Erleichtert, dass es „Lana“ wieder besser geht: Die Tölzerin Erika Weigl mit ihrem vierbeinigen Liebling.

Verdächtiges Fleisch in der Wiese

Tölzerin überzeugt: Jemand hat meine Lana mit Köder vergiftet

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Etliche Fleischstücke lagen einfach so auf der Wiese herum. Lana fraß eins am Sonntag - und dann ging der Alptraum los. „Ich dachte, er stirbt“, sagt Halterin Erika Weigl aus Tölz.

Bad Tölz – Für die Tölzerin Erika Weigl war es eine böse Geburtstagsüberraschung. Als sie am Sonntagabend auf der Flinthöhe noch eine Runde mit ihrem Hund „Lana“ drehte, bemerkte sie, wie der Vierbeiner ein Stück Fleisch fraß, das am Wegesrand lag. Sie hat allen Grund zur Annahme, dass es sich um einen Giftköder handelte.

Erika Weigl machte zusammen mit einem Nachbarn aber noch eine seltsame Entdeckung: Auf der Wiese neben einem Fußweg, der an der Auguste-Wittig-Straße entlang von einem Kinderspielplatz in Richtung Golfplatz führt, lagen noch etliche weitere Fleischstücke. Die beiden Anwohner sammelten sie alle ein.

Lesen Sie auch: Giftköderfall: Polizei hat Verdächtigen - ob der auch angeklagt wird, ist fraglich

Bei Hund „Lana“ setzten die Symptome am Montag ein, wie die Tierhalterin berichtet. „Sie hat den ganzen Tag nichts gefressen.“ Die Tierärztin habe dem Schäferhund-Terrier-Mischling einige Spritzen verpasst. Dennoch folgte laut Erika Weigl „eine schlimme Nacht – ,Lana‘ war völlig apathisch, ich dachte, sie stirbt.“

In einer Apotheke, in der sie ein Mittel zum Ausleiten von Giften erhielt, wurde Weigl ihre Vermutung bestätigt: Der Fleischköder muss mit einem Pflanzenschutzmittel versetzt gewesen sein. Am Dienstag sei der Vierbeiner aber „wieder ganz munter“ gewesen, sagt die Besitzerin.

Die Tölzer Polizei bestätigt, dass die Betroffene den Fall mittlerweile in der Inspektion gemeldet hat. Dort wolle man die näheren Umstände aber zunächst noch prüfen. Auch dem Veterinäramt ist der Fall bekannt. Die Behörde rät: „Falls man einen solchen Köder findet, sollte man Körperkontakt vermeiden, ihn aber mit Hilfe einer Plastiktüte oder eines Handschuhs einsammeln und zur nächsten Polizeidienststelle bringen“, so Landratsamts-Sprecherin Sabine Schmid. „Wer vermutet, dass sein Hund einen Giftköder gefressen hat, sollte ihn beobachten und bei Wesensveränderungen zügig einen Tierarzt aufsuchen.“

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