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Die Band „Titlá“ stammt aus dem Pustertal und macht sogenannte neue Volksmusik. Damit ist sie regional sehr bekannt geworden. 

Besondere Veranstaltungen im Februar

„Törggelen im Frühjahr“: Kulturverein Lust mit Südtirol-Schwerpunkt

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Einblicke in das vielfältige Schaffen Südtiroler Künstler bietet der Tölzer Kulturverein Lust vom 2. bis zum 23. Februar in der Alten Madlschule: Eingeladen sind Musiker und Theaterspieler.

Bad Tölz – „Wir haben sehr gute Kontakte zu Musikern dort“, begründet Norbert Zandt vom „Lust“-Team diese Entscheidung. Außerdem sei Südtirol hier in Bayern ein „absolut positiv“ besetzter Begriff: „Die Beziehungen sind eng, man fährt dorthin gerne in Urlaub und schätzt Kultur und Lebensart.“ Eben diese Lebensart will der Verein bei allen Veranstaltungen transportieren: An der Bar gibt es entsprechende kulinarische Verköstigung. „Wir machen sozusagen Törggelen im Frühjahr“, sagt Zandt.

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Einige der eingeladenen Gäste kennt das Tölzer Publikum schon: Zum Auftakt kommt am Samstag, 2. Februar, der Liedermacher Dominic Plangger in die Alte Madlschule. Plangger war im Januar 2018 das erste Mal in der Kurstadt und begeisterte die Zuschauer. Jetzt präsentiert er sein neues Album „Decennium“, in dem er zehn Jahre Schaffenszeit Revue passieren lässt. Plangger singt in deutscher Sprache und im Südtiroler Dialekt, aber auch auf Englisch und Italienisch. Erfahrungen sammelte der 38-Jährige unter anderem als Straßenmusiker in Irland und Kanada. Viele seiner Lieder sind politisch gefärbt. Planggers Musik steht in der Tradition der Liedermacher Reinhard Mey und Konstantin Wecker. In Deutschland wurde der Südtiroler unter anderem durch mehrere Auftritte bei „Songs an einem Sommerabend“ in Kloster Banz bekannt.

Am Samstag, 9. Februar, bietet der Kulturverein unter dem Titel „Drüber“ kabarettistische Theatercomedy an. Dahinter verbergen sich übrigens Regisseurin Gabi Rothmüller und Texte, die unter anderem von Alexander Liegl stammen. In dem absurden Stück geht es um eine Stewardess auf der Alm und eine Sennerin im Flieger – mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Aber es dürfte – wie immer bei Liegl und Rothmüller – kein Auge trocken bleiben.

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Dass es dem Verein gelungen ist, die moderne Volksmusikgruppe Titlá aus dem Pustertal nach Bad Tölz zu holen, darauf ist Zandt besonders stolz. Gilt sie doch als eine der besten Bands Südtirols und als Mutter der „neuen“, schrägen, kritischen und zeitgenösssischen Volksmusik. In der Alten Madlschule sind die fünf Musiker am Samstag, 16. Februar, zu sehen.

Zum Abschluss am Samstag, 23. Februar, gibt es dann noch Theater. Georg Kaser und Peter Schorn versprechen, „Goethes Faust einmal ganz anders“ zu spielen. In der Inszenierung schlüpfen die beiden Schauspieler in sämtliche Rollen des Klassikers. Das Stück beginnt als Lesung, doch schon bald verselbstständigen sich die Figuren, und die Geschichte zieht die zwei Schauspieler in ihren Sog. Sie verwandeln sich in Faust und Mephisto, in Gretchen und in den Pudel – und dafür gab es glänzende Kritiken.  

Karten für alle Veranstaltungen gibt es bei Schreibwaren Zauner in Tölz, Telefon 0 80 41/7 81 40.

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