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Top-Scorer bleiben an Bord

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Nach der Saison beginnt die stressigste Phase. Zumindest für die, die nicht auf dem Eis stehen: Die Führung von ECT und TEG kümmert sich seit Saisonende um neue und bestehende Sponsorenverträge, sucht nach neuen Spielern und Ersatz für Abgänge oder solche, die aufhören. „Ich gehe davon aus, dass wir in ein paar Wochen ein Grundgerüst der Mannschaft zusammenbekommen“, sagt ECT-Präsident Hubert Hörmann.

Bad Tölz– Immerhin blieben die beiden Top-Scorer der Löwen an Bord: Hannes Sedlmayr und Philipp Schlager haben noch bestehende Verträge für die kommende Saison. Gut für die Löwen, die beiden haben durchaus auf sich aufmerksam gemacht. „Es waren mit die besten deutschen Stürmer“, ist sich TEG-Chef Christian Donbeck bewusst. Mit den übrigen einheimischen Stützen der Mannschaft will man bald handelseinig werden: beispielsweise mit Josef Frank, Christian Kolacny, Florian Strobl, Andreas Schwarz, Julian Kornelli oder Marinus Reiter.

Auch Torhüter Andreas Mechel besitzt einen Zwei-Jahres-Vertrag, den er erfüllen möchte. Hörmann ist froh darüber. „Andi ist ein super Typ, und er hatte großen Anteil am Gesamterfolg der Mannschaft.“ Mit der schwierigen Situation, einen Torhüter vor die Nase gesetzt zu bekommen, werde nicht jeder so gut fertig wie Mechel. Und er werde auch wieder Gelegenheit bekommen, sich zu beweisen, glaubt Hörmann.

Für die Nummer eins zwischen den Pfosten freilich halten die Löwen Ausschau nach einem Ersatz für Mikko Rämö, der wieder in Finnland bei seiner Familie ist. „Ich gehe davon aus, dass er dort bleibt“, sagt Donbeck. Er glaubt nicht, dass der 38-Jährige, Garant für den Tölzer Klassenerhalt, noch eine Saison dranhängt.

An anderer Stelle müssen die Löwen ebenfalls tätig werden. Klaus Kathan, der die Mannschaft immer unterstützt und die jungen Spieler geführt habe, möchte nun mit 41 Jahren endgültig aufhören, sich weiter im Training des ECT-Nachwuchses einbringen. Auch Michael Endraß (ebenfalls Karriereende) muss ersetzt werden – und ein hoffnungsvolles Talent: Der Heilbrunner Leon Hüttl wechselt innerhalb der Liga zu den Löwen Frankfurt, nachdem er den für DNL-Endjahrgänge üblichen Zweijahres-Vertrag nicht annehmen wollte.

Bei der Besetzung der Kontingentstellen sind sich die Löwen noch nicht schlüssig, ob sie die bisherigen Ausländer behalten oder sich neu orientieren wollen. Beides seien Optionen, sagt Donbeck. „Wir müssen erst einmal schauen, welchen finanziellen Rahmen wir zur Verfügung haben, was wir uns leisten können.“ Er hofft, dass für den Spielerkader mehr Geld zur Verfügung steht, als in der Vorsaison. Tendenz: gut. „Aber es lässt sich noch schwer absehen.“

Bleibt die Trainer-Position. Rick Boehm lotet derweil in der Abgeschiedenheit einer Berghütte aus, ob die Umstände, unter denen er weitermachen möchte, für ihn realistisch sind. „Wir werden diese Woche abschließende Gespräche führen“, nennt es Donbeck. „Wir wollen die Lehren aus der Vergangenheit ziehen und ausloten, was für Tölz am besten ist.“

Der Kader:

Torhüter: Mechel, – Sturm: Schlager, Sedlmayr, Pauli.

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