Hinter der denkmalgeschützten Fassade wird der „Katzlbäck“ an der Marktstraße fast komplett entkernt.
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Hinter der denkmalgeschützten Fassade wird der „Katzlbäck“ an der Marktstraße fast komplett entkernt.

Bauarbeiten im Herzen der Altstadt

Traditionsreiches Bäckereigebäude an der Tölzer Marktstraße wird generalsaniert

In einem der traditionsreichen Häuser in der Tölzer Marktstraße sind am seit 24. Februar die Handwerker angerückt: Die Hausnummer 27, der „Katzlbäck“, in dem – mit einer kurzen Pause – über 200 Jahre die Bäckerei Gotz ihre Heimat hatte, wird generalsaniert. Wie Andrea Niedermaier berichtet, wird das Gebäude fast komplett entkernt.

Bad Tölz - Die Geschichte der Hausnummer 27 ist eng mit dem Bäckerhandwerk verbunden. Seit knapp 550 Jahren war dort fast immer eine Bäckerei beheimatet. 1883 erstand Johann Gotz, der Urgroßvater des heutigen Landrats Josef Niedermaier, das Haus. Seitdem ist es in Familienbesitz. Heute ist dort die Bäckerei Wiedemann zu finden.

Von historischem Haus bleibt nur Fassade

Nach Darstellung von Andrea Niedermaier stand die Familie nun vor der Entscheidung, das Haus entweder zu lassen, wie es ist – und es damit dem allmählichen Verfall preiszugeben; oder aber den Schritt zu wagen, das Haus für die Familie und in seiner jetzigen Funktion zu erhalten. „Das Haus wurde 1929 innen saniert und ist nun in keinem guten Zustand mehr“, sagt Andrea Niedermaier. Es gebe zum Beispiel nur Kaltwasserleitungen, Warmwasser komme aus dem Boiler. Und das Treppenhaus müsse schon allein aus Brandschutzgründen auf Vordermann gebracht werden.

Bäckerei wird Mitte März vorübergehend im Gebäude gegenüber öffnen

Am Mittwoch, 24. Februar hat der nichtstatische Abbruch begonnen. „Das Haus wird fast komplett entkernt, und die vier Stockwerke erhalten neue Decken. Nur die Fassade, die unter Denkmalschutz steht, bleibt erhalten.“ Auch neue, denkmalschutzkonforme Fenster werden später eingebaut. Niedermaier hofft, dass die Bauarbeiten im kommenden Frühjahr abgeschlossen sind.

Die Bäckerei Wiedemann wird für die Bauphase auf die andere Straßenseite in Räumlichkeiten unter der „Schmuckstube Gloria“ ausweichen. „Bis Samstag, 27. Februar ist die Bäckerei noch in den alten Räumen zu finden. Ab 15. März ist sie dann gegenüber wieder offen“, so Niedermaier. Nach dem Umbau werde die Bäckerei an alter Stelle in die komplett sanierten Räume einziehen. (Arndt Pröhl)

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