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Die ersten Turnstunden in der neuen Halle: Ab sofort trainieren die Südschul-Kinder wieder in der eigenen Turnhalle. 

Turnverein feiert Jubiläum 

Kleine Geschenke zum 150. Geburtstag

Bad Tölz –  Gestern trainierten erstmals Kinder in der neuen Südschul-Turnhalle. Diese gute Nachricht freut auch den Turnverein, der auf Entlastung „seiner“ Dreifachturnhalle hofft und immer noch seiner großen Erweiterungslösung hinterhertrauert. Ach ja, Geburtstag feiert der Verein auch. Er wird 150 Jahre alt.

Sogar Ministerpräsident Horst Seehofer, der sich sonst eher rar macht im Isarwinkel, schickte für das seltene Vereinsjubiläum ein Grußwort. Am 13. Januar gibt es einen Empfang im Rathaus, am 16. Januar wird mit geladenen Gästen gefeiert. Alle Tölzer und Isarwinkler Turnfreunde sind dann am 24. Juli zu einem großen Fest eingeladen, bei dem sich die sieben Abteilungen des 2200 Mitglieder starken Vereins (er ist hinter dem Alpenverein der zweitgrößte in Tölz) präsentieren werden. Weitere Großveranstaltungen sind geplant.

Zunächst freut sich Vorsitzender Max Kiechle aber erst einmal, dass das 2012 beschlossene Sporthallenkonzept der Stadt wieder ein Stück weiter umgesetzt worden ist. Gestern trainierten erstmals Kinder der Südschule in der für 3,5 Millionen Euro gebauten neuen Zweieinhalbfach-Halle. Im März oder April wird es mit der Sanierung der Kasernen-Turnhalle weitergehen, berichtet Bürgermeister Josef Janker. Die Racquetballer, die ausziehen müssen, sollen demnächst ihre Courts ausbauen. Ist die Flint-Halle dann zur reinen Ballsporthalle umgebaut, kann die Dreifachturnhalle an der Jahnstraße zugunsten des Turnvereins entlastet werden. So war und ist das Kalkül des Rathauses. Und das sieht Janker auch als „kleines Geburtstagsgeschenk der Stadt“ zum Jubiläum des Vereins an.

Letzterer trauert immer noch seiner „großen Lösung“ hinterher, die er vor Jahren entwickelt hatte. Nämlich dem Anbau einer Zweifachhalle an den Bau von 1982 auf dem Grund der ehemaligen Musikschule. „Dann wäre alles unter einem Dach und für die Übungsleiter leicht erreichbar gewesen“, sagt Kiechle und erinnert auch an den „Geräteschlauch“, in dem etwa Barren, Böcke und Reck fest installiert sind und nicht jeweils zeitaufwändig auf- und abgebaut werden müssten. „Das lohnt sich für die Turnlehrer oft gar nicht. Darum machen sie es auch nicht“, beschreibt der TV-Chef auch den Nutzen für die Schulen.

Diese „große Lösung“ ist aber vom Tisch, sagt Janker. Zunächst gelte es, für die Jahn-Grundschule ein Umbau-Konzept zu entwickeln, bei dem auch Jugendcafé und Tölzer Vereine eine neue Heimat bekommen sollen. Derzeit ist im Schulnebengebäude das Rathaus untergebracht. Nach seinem Auszug soll umgebaut werden. Dabei wird auch die nicht sanierungsfähige alte Schulturnhalle durch eine Einfachhalle ersetzt.

Die Idee des „Geräteschlauchs“ bezeichnet Janker übrigens als „noch nicht beerdigt“. Das Turnverein-Konzept, das dort auch eine fest installierte Turnlandschaft für die vielen Kleinkindergruppen vorsehen würde, klinge interessant und zweckmäßig.

Christoph Schnitzer

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