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Eingeschworenes Team: (ab 2. v. li.) Franziska Stahl und Felix Norzel (beide aus Tölz) sowie Leon Jascho aus Königsdorf. Die drei sind Mitglieder in der Bergwacht-Jugend Tölz. Links Leiter Lauri Mangold und rechts Betreuerin Alicia Schmitz.

Neues Format bei KIKA

TV-Show: Werden diese Tölzer Deutschlands beste Jungretter?

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Der Kinderkanal (KIKA) von ARD und ZDF sucht Deutschlands beste Jungretter. Auch ein Team der Bergwacht-Jugendgruppe Bad Tölz kämpft um diesen Titel. Ob es klappt, ist jetzt in einer vierteiligen Doku-Serie im Fernsehen zu sehen.

Bad Tölz/Wackersberg– Ein Waldarbeiter liegt mit einer Schnittverletzung im unwegsamen Gelände am Blomberg. Er braucht einen Druckverband, muss auf einer Gebirgstrage vom Unglücksort abtransportiert werden. Die Teilnehmer der neuen Doku-Serie „Alarm – die jungen Retter“ müssen schnell handeln, jeder Handgriff muss sitzen – Nieselregen und Kälte zum Trotz. Keine leichte Aufgabe, selbst für erfahrene Bergwacht-Mitglieder. Doch schließlich geht es um den Titel „Bestes Jugendretter-Team Deutschlands“.

Holen wollen ihn Franziska Stahl und Felix Norzel aus Bad Tölz sowie Leon Jascho aus Schwaighofen (Königsdorf). Die drei 16-Jährigen von der Bergwacht-Jugendgruppe Bad Tölz sind eines von insgesamt zwölf Dreier-Teams, die im vergangenen Herbst für den KIKA vor der Kamera standen. Gedreht wurde unter anderem am Blomberg, im Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung an der Grenze zu Bad Tölz sowie im Tölzer Schwimmbad. Im Finale mussten die Kandidaten nämlich nicht nur bergwachtspezifische Aufgaben lösen, sondern zum Beispiel auch einen Menschen vor dem Ertrinken retten.

Für Felix keine allzu große Herausforderung. Vor seinem Eintritt in die Bergwacht engagierte sich der Schüler als Rettungsschwimmer. „Ich will Menschen helfen“ sagt er – egal ob am Berg oder im Wasser. An der neuen Doku-Serie gefällt Felix besonders gut, dass dadurch indirekt für die vier großen deutschen Rettungsorganisationen Werbung gemacht wird. Neben drei Teams der Bergwacht machen nämlich auch jeweils drei Einheiten der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit.

Szene aus „Alarm – die jungen Retter“.

Für alle Jugendlichen war es eine ungewohnte, aber spannende Erfahrung, vor der Kamera zu stehen. „Es war sehr interessant zu sehen, wie so ein TV-Team arbeitet“, sagt Franziska. Moderiert wird die Serie von Johannes Zenglein, bekannt vom „Tigerenten Club“. Im Interview mit ihm verrät Leon, wie er zur Bergwacht gekommen ist: „Ich habe mir beim Klettern in der Halle den Arm gebrochen.“ Sein jetziger Jugendgruppenleiter Lauri Mangold leistete damals Erste Hilfe – und gewann so ein neues Bergwachtmitglied.

Die erste Folge strahlt der Kinderkanal am kommenden Montag, 7. Mai, aus. Insgesamt gibt es vier Teile. Die drei ersten dokumentieren die verbandsinternen Vorentscheide. Die Aufgaben für die drei Bergwacht-Teams hat sich Karl Strehler ausgedacht, ehrenamtliches Mitglied bei der Lenggrieser Bergwacht und hauptamtlicher Mitarbeiter der Bergwacht Bayern. Im Finale in Folge vier saß er außerdem in der vierköpfigen Jury.

Bewertet wurden unter anderem die Schnelligkeit, die Kommunikation untereinander und die Kreativität der jungen Retter. „Unsere Jugendlichen haben sich insgesamt gut geschlagen“, verrät der 26-Jährige mit Blick auf Franziska, Felix und Leon. Überrascht zeigt sich Strehler von der Authentizität der Fernseh-Serie: Nichts sei für die Kamera gestellt worden, auch wenn ab und zu eine Szene habe wiederholt werden müssen. „Aber es war ein richtiger Wettkampf – und die Jugendlichen waren emotional richtig dabei.“

Sendezeiten

Alle vier Folgen von „Alarm – die jungen Retter“ laufen ab Montag, 7. Mai, im Kinderkanal KIKA. Beginn ist jeweils um 20.10 Uhr. Jede Folge dauert 50 Minuten.

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