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Der Eingang zur Sparkasse in der Tölzer Marktstraße: Aus der Geschäftsstelle wird bis Mitte 2019 eine sogenannte erweiterte SB-Stelle in der nur vormittags Geschäftskunden betreut werden. Das Erdgeschoss soll Ladenfläche werden. 

Neuausrichtung  im Tölzer Land

Die Zahlen passen, trotzdem schließt die Tölzer Sparkasse mehrere Standorte

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Die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen will Marktführer im Landkreis bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, schließt sie unter anderem Standorte. Was wir wissen:

Bad Tölz – Gut über zwei Stunden dauerte das Jahrespressegespräch, in dem der Sparkassen-Vorstand zusammen mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden, Landrat Josef Niedermaier, am Donnerstag ein „rundum gutes Ergebnis für 2017“ vorstellte.

Die anschließend erläuterten Zielvorgaben bis zum Jahr 2025 schauen laut der Vorstandsvorsitzenden Renate Waßmer so aus: „Die Sparkasse wird die Herausforderungen selbstständig meistern.“ Das heißt: Es wird keine Fusion geben – allen bisherigen Gerüchten zum Trotz.

Die Zukunftsstrategie der Sparkasse sieht „weniger, aber bessere Standorte“ vor. So verlässt das Geldinstitut sowohl in Bad Tölz als auch in Wolfratshausen die Altstadt. Die Geschäftsstelle in der Tölzer Marktstraße wird demnach bis Juni 2019 in eine sogenannte erweiterte SB-Stelle umgewandelt. Das heißt: Mitarbeiter sind nur noch vormittags für Geschäftskunden präsent. Geld abheben oder einzahlen kann man am Automaten. Die Ladenfläche im Erdgeschoss soll für den Einzelhandel bereit gestellt werden. Erste Gespräche wurden dem Vernehmen nach schon geführt.

In eine Selbstbedienungsstelle wird bereits zum 30. Juni 2018 auch die Sparkassen-Filiale in der Wolfratshauser Altstadt umgewandelt. Geschlossen werden zudem die Filialen in Eurasburg (30. Juni 2018), Geretsried-Stein (bis Juni 2019) und in Höhenrain (bis 2019). Wegen zu geringer Nutzung schließt die Sparkasse Ende 2018 außerdem die SB-Stelle in Arzbach. Alle Kunden werden laut Waßmer zuvor noch informiert.

Um auf die „geänderten Kundenwünsche“ eingehen zu können, gründet die Sparkasse sechs Beratungscenter. Das sind die Standorte: Sauerlacher Straße in Wolfratshausen, Geretsried-Nord an der Egerlandstraße und Geretsried-Süd an der Händelstraße, in Bad Tölz an der Badstraße, in der Karwendelstraße in Lenggries und in Benediktbeuern. „Letzteres wird komplett neu“, so Waßmer.

Als Twin-Geschäftsstellen werden künftig Egling und Waldram geführt. Dieses Modell gibt es bereits in Königsdorf und Dietramszell sowie Reichersbeuern und Gaißach: Eine Geschäftsstellen-Mannschaft führt zwei Außenstellen mit jeweils zwei vollen Tagen Servicezeiten. Wie die Zukunft der Geschäftsstelle Bad Heilbrunn aussieht, hängt von der Entwicklung des Dorfes ab. Sparkassen-Chefin Waßmer: „Vielleicht tut sich ja in der künftigen Ortsmitte ein Platz auf.“

Die kleinsten Geschäftsstellen sind in Jachenau und Walchensee. Sie bleiben bestehen – mit eingeschränkten Servicezeiten an zwei halben Tagen pro Woche.

Der Großteil der Filialen soll in den kommenden Jahren modernisiert werden. Den Anfang macht Münsing. Die Geschäftsstelle erhält im Juli 2018 für 300 000 Euro eine Rundumerneuerung.

Derzeit arbeiten 460 Menschen bei der Sparkasse. Eine Schrumpfung von zwei bis drei Prozent jährlich ist laut Waßmer angestrebt. Es gebe keine betriebsbedingten Kündigungen, aber die eine oder andere Stelle eines künftigen Rentners werde wohl nicht nachbesetzt.

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