Das weithin sichtbare Wohn- und Geschäftshaus mit mexikanischem Lokal an der Krankenhausstraße soll aufgestockt und erweitert werden.
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Das weithin sichtbare Wohn- und Geschäftshaus mit mexikanischem Lokal an der Krankenhausstraße soll aufgestockt und erweitert werden.

Diskussion im Bauausschuss

Umbaupläne im Zentrum von Bad Tölz: Stadtkulisse verändert sich

Ein markantes Gebäude in der Tölzer Innenstadt soll aufgestockt werden. Der Bauausschuss des Stadtrats hatte mit dem Vorhaben so seine Schwierigkeiten.

Bad Tölz - Die in Bad Tölz aktuell zu beobachtende rege Bautätigkeit dürfte in naher Zukunft nicht weniger werden. Dem Bauausschuss lagen jüngst zumindest wieder zahlreiche Bauanträge vor.

Nicht anfreunden konnte sich Stadtbaumeister Florian Ernst mit der Balkon- und Fassadengestaltung bei der beantragten Aufstockung und Erweiterung eines Wohn- und Geschäftshauses an der Krankenhausstraße 1. Derzeit beherbergt das Gebäude das mexikanische Lokal La Llorona. Durch die Aufstockung des bisherigen Anbaus mit Terrasse sind weitere fünf Stellplätze erforderlich, die auf dem Grundstück nicht nachgewiesen werden können. Deshalb muss die Tölzer Bauwerberin 50 000 Euro Ablösesumme zahlen.

Grundsätzlich zu begrüßen: Bauvorhaben dient der Nachverdichtung

Auch ein an sich notwendiger Kinderspielplatz hat dort an der Ecke zur Lenggrieser Straße keinen Platz. „Einer Abweichung von der Kinderspielplatzsatzung der Stadt kann jedoch zustimmt werden“, so Bauamtsleiter Christian Fürstberger. Er regte aber an, bei künftigen Bauvorhaben auch Ablösesummen für nicht errichtete Spielplätze zu verlangen. Dieses Geld soll dann dazu dienen, die Spielplätze der Stadt zu finanzieren.

Stadtbaumeister Florian Ernst merkte an, das durch die Aufstockung die „historische und ortsbildprägende Stadtkulisse verändert“ werde. Schließlich sei das Gebäude auch vom gegenüberliegenden Isarufer aus gut zu erkennen. Deshalb hätte er sich gewünscht, dass man im Vorfeld eine Bauberatung im Rathaus in Anspruch genommen hätte.

Jedenfalls sollten Ansichten und Dachlandschaften „überarbeitet und mit dem Stadtbaumeister abgesprochen werden“. Grundsätzlich aber befürwortet man das Vorhaben, „da die Nachverdichtung mit zwei Wohnungen und Erweiterung der Praxisräume dem übergeordneten städtebaulichen Ziel des Flächensparens dient“. Dieser Meinung schlossen sich die Stadträte einstimmig an.

(Von Karl Bock)

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