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US-Soldat sucht seine Lebensretter

Bad Tölz - Ein US-Soldat, der in der Tölzer Flintkaserne stationiert war, sucht nach 38 Jahren seine Lebensretter.

Zehntausende amerikanische Soldaten haben in der Tölzer Flint-Kaserne Dienst getan. 1991 wurde der US-Standort nach 46 Jahren geschlossen. Die meisten Special Forces und Absolventen der Unteroffizierschule haben gute Erinnerungen und denken auch heute noch gerne an Bad Tölz zurück. Manchmal müssen im Alter auch Erlebnisse, die Jahrzehnte zurückliegen, aufgearbeitet werden.

So ist das wohl bei John Potter aus Ohio, der in den 1970er-Jahren in Tölz stationiert war. Er hat sich über eine deutsch sprechende Dozentin der Miami-Universität in Oxford/Ohio an den Tölzer Kurier gewandt und hat eine ganz spezielle Bitte. Er sucht 38 Jahre nach einem schweren Unfall „seine Lebensretter“.

Potter wurde im Oktober 1978 bei einer Militärübung schwer verletzt, von einem zufällig anwesenden einheimischen Ehepaar kurzerhand ins Auto gepackt und ins Tölzer Krankenhaus gebracht. Das war sein Glück. Dann hatte er erneut Pech. Als er von dort ins Augsburger US-Army-Krankenhaus verlegt werden sollte, geriet der Sanitätswagen nochmals in einen schweren Unfall. Mehr weiß Potter nicht mehr. Nur, dass der Tölzer Kurier damals berichtet habe. Die Recherche in den Zeitungsbänden blieb allerdings erfolglos. Der Unfalltermin Oktober/Anfang November 1978 stimmt allerdings. Der wiedergenesene Potter hat nämlich – noch im Gips – einige Wochen später ein Konzert von Carlos Santana in Süddeutschland besucht. Bei der Suche möchte die Redaktion gerne helfen. John Potter will noch einmal Kontakt zu seinen Helfern aufnehmen und sich bedanken.

Wer sich erinnert und mit Informationen helfen kann, soll sich bitte in der Redaktion unter der Telefonnummer 0 80 41/76 79 36 oder per E-Mail (lokales@toelzer-kurier.de) melden.  chs

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